Ausweichquartier aus Containern

Millionen-Sanierung der BBS I in Uelzen: Kreis investiert in Brandschutz

+
Ein Ausweichquartier aus Containern entsteht zurzeit auf dem Außengelände der Berufsbildenden Schulen I an der Wilhelm-Seedorf-Straße in Uelzen. Am Schulstandort steht in den nächsten zwei Jahren eine Elektrosanierung an.

Uelzen – Kommandos werden mit den Armen gegeben. Einer der Bauarbeiter hält auch über Funk Kontakt mit dem dem Kranfahrer. Binnen weniger Minuten wird so ein weiterer Container platziert.

Auf dem Außengelände der Berufsbildenden Schulen I an der Wilhelm-Seedorf-Straße in Uelzen wird in diesen Tagen ein Ausweichquartier für Schüler geschaffen.

In den nächsten zwei Jahren müssen Klassen immer wieder in das Ausweichquartier ziehen – in den eigentlichen BBS I-Schulgebäuden stehen umfangreiche Arbeiten für einen besseren Brandschutz an.

Stromleitungen führen unter anderem durch die Flure der BBS I – bricht dort ein Brand aus, wäre das fatal, eine Flucht der Schüler wäre womöglich nicht möglich. Deshalb müssen ein Brandausbruch dort vermieden und Leitungen verlegt werden. Der Landkreis Uelzen spricht von einer „Brandschutz- und Elektrosanierung“. Nächste Woche sollen die ersten Handwerker anrücken.

Das ist nichts, was auf die Schnelle gemacht werden könnte. Die Arbeiten werden sich bis ins Jahr 2021 ziehen. Die Kosten werden bei rund zwei Millionen Euro liegen, so der Landkreis.

Die Handwerker arbeiten sich von Gebäudeteil zu Gebäudeteil vor – Klassen müssen dafür immer wieder weichen. Damit kein Unterricht ausfallen muss, entsteht auf dem Außengelände das provisorische Schulquartier. Es besteht aus insgesamt 36 einzelnen Containern, jeder etwa 3,5 Tonnen schwer.

Mithilfe eines Teleskopkrans werden sie von Lastwagen gehievt und zentimetergenau aneinander und aufeinander gestellt – zwei Stockwerke entstehen so. Die einzelnen Module stammen aus Wissen (Nordrhein-Westfalen).

Dass in und an der BBS I gearbeitet wird, daran müssen sich die Berufschüler gewöhnen. Bei dieser jetzt startenden Brandschutz- und Elektrosanierung soll es nicht bleiben. Auf dem Schulgelände sollen auf Sicht auch neue Gebäude entstehen – ein großes Unterrichtszentrum für Berufsschüler ist geplant, weil der zweite BBS I-Standort an der Scharnhorststraße in die Jahre gekommen ist und sich eine Sanierung nicht mehr rentiert (AZ berichtete). Der Kreis rechnet mit Ausgaben von 28 Millionen Euro.

VON NORMAN REUTER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare