Deutsche Bahn will zwei Brücken an der Bahnhof- und der Sternstraße erneuern / Stadt verschiebt geplante Sanierung auf eigene Kosten

Millionen-Projekt: Erster Spatenstich im Jahr 2015?

Die Eisenbahnbrücke an der Uelzener Bahnhofstraße ist marode und schmutzig. Sie soll nun, ebenso wie die wenige hundert Meter entfernte Brücke an der Sternstraße, komplett neugebaut werden. Die Deutsche Bahn will 2015 mit den Arbeiten beginnen. Foto: Ph. Schulze

bs Uelzen. Das Mauerwerk hat Risse, die Wände sind mit Graffiti beschmiert, alles macht einen ungepflegten Eindruck: Die beiden Bahnbrücken an der Bahnhof- und der Sternstraße müssen dringend saniert werden.

Ursprünglich wollte die Stadt im Herbst auf eigene Kosten mit der Renovierung beginnen (AZ berichtete). Doch jetzt gibt es eine neue Entwicklung: Nicht die Stadt, sondern die Bahn wird die Arbeiten übernehmen. Diese gehen über eine bloße Sanierung deutlich hinaus, werden jedoch noch einige Zeit auf sich warten lassen.

„Wir werden die beiden Brücken komplett erneuern. Voraussichtlich 2015 geht es los“, kündigt Sabine Brunkhorst, Sprecherin der Deutschen Bahn, gegenüber der AZ an. In welcher Art die Brücken gebaut werden sollen, dazu kann sie jedoch noch nichts sagen. „Wir stehen noch ganz am Anfang des Projekts und müssen erst einmal eine Vorplanung entwickeln. Es gibt noch keine Details zu Kosten und zur Dauer der Arbeiten“, sagt Brunkhorst.

Fest steht bislang nur, dass die Brücken nicht gleichzeitig, sondern nacheinander erneuert werden. Eine Garantie, dass die Bahn sämtliche Kosten des Millionen-Projekts übernimmt, will die Sprecherin aber nicht geben. „Ich kann nicht ausschließen, dass die Stadt einen Eigenanteil zahlen muss“, erklärt sie.

Für Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull kommt die Ankündigung der Bahn überraschend. „Wegen der Sanierung der Brücken hatten wir schon einen Architekten kontaktiert“, sagt er. Nach bisherigen Berechnungen hätte die Stadt etwa 50 000 Euro für die Arbeiten zahlen müssen. Diese Investition sei nun nicht mehr notwendig, so Scheele-Krogull. „Es lohnt sich nicht, die Brücken zu sanieren, wenn sie in einigen Jahren sowieso neugebaut werden. Das macht finanziell keinen Sinn“, betont der Dezernent. Von einem möglichen Eigenanteil der Stadt für den Neubau weiß er jedoch nichts. Das müsse nun abgewartet werden.

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