Nordzucker plant Groß-Investitionen in neue Schnitzelpressen und Melasse-Tank

Millionen fürs Uelzener Werk

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Werksleiter Sven Buhrmann (links) und Rübenmanager Georg Sander freuen sich auf die Investitionen, die die Nordzucker AG in der Uelzener Zuckerfabrik plant. Zufrieden sind die beiden auch mit der aktuellen Rübenkampagne, die morgen endet.

Uelzen/Braunschweig. Mit einem millionenschweren Investitionsprogramm will die Nordzucker AG ihre Werke, darunter die Zuckerfabrik in Uelzen, fit für die Zukunft machen.

So stellt das Unternehmen mit Hauptsitz in Braunschweig für 2014 konzernweit 95 Millionen Euro für Modernisierungen und Erweiterungen zur Verfügung – 15 bis 20 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das sagte Sven Buhrmann, Leiter der Uelzener Zuckerfabrik, gestern der AZ.

Darüber hinaus wolle Nordzucker in den nächsten vier bis fünf Jahren eine Summe von weiteren 80 Millionen Euro in seine Werke investieren. Davon sollen unter anderem Maschinen ersetzt werden. „Das Ziel ist, die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Anlagen zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit nach dem Auslaufen der europäischen Zuckermarktordnung 2017 zu erhöhen“, erklärte Buhrmann.

Auch im Uelzener Werk stehen umfangreiche Investitionen an. Den Schwerpunkt in diesem Jahr bildet der Bau eines zusätzlichen Melasse-Tanks. „Er hat ein Volumen von 30 000 Tonnen. Unsere Lagerkapazität wird dadurch mehr als verdoppelt“, sagte der Werksleiter. Die Höhe der für 2014 geplanten Investitionen in Uelzen – sie umfassen auch Modernisierungen im Zuckerhaus und bei der Trocknung – bezifferte er auf über sieben Millionen Euro.

2015 sollen für 5,5 Millionen Euro die beiden vertikalen Schnitzelpressen im Uelzener Werk durch fünf liegende Pressen ersetzt werden. Diese sind laut Buhrmann „deutlich robuster und instandhaltungsärmer als die bestehenden Anlagen“.

Unterdessen geht morgen die aktuelle Rübenkampagne in der Uelzener Zuckerfabrik zu Ende. Heute wird dort die letzte Rübe angeliefert.

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