Stadtwerke Uelzen und Tochter der SVO Holding einigen sich nach acht Jahren über Kaufpreis

5,1 Millionen Euro für Stromnetze

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Hochspannung beim Thema Stromnetz im Landkreis Uelzen: Die Stadtwerke und die Celle-Uelzen Netz GmbH, Tochter der SVO Holding, haben sich nun über einen Kaufpreis geeinigt. Foto: dpa

Uelzen. Die Stadtwerke Uelzen und die Celle-Uelzen Netz GmbH, eine Tochter der SVO Holding, haben sich über die Kosten für Stromnetze geeinigt: Somit erhalten die Stadtwerke eine Rückzahlung über rund 5,1 Millionen Euro von der SVO.

Damit wurde über einen Teil des Rechtsstreits der beiden örtlichen Energieversorger vor dem Landgericht Hannover ein Vergleich geschlossen. Die Verhandlungen über Mittelspannungsleitungen, die von beiden Unternehmen genutzt werden, dauern jedoch noch an.

2006 waren die Stromnetze in den Uelzener Ortsteilen frei geworden, da der Konzessionsvertrag zwischen der Stadt Uelzen und der damaligen SVO für den Betrieb der Stromnetze in den Uelzener Ortsteilen ausgelaufen war. Die Stadtwerke hatten die Netze der SVO abgekauft. Nach Angaben von Stadtwerke-Chef Markus Schümann war für die Stromnetze ursprünglich ein Kaufpreis von 7,3 Millionen Euro festgelegt worden.

In dem jahrelangen Streit, ob dem Kaufpreis der Wert, der künftig durch die Netze erwirtschaftet wird, oder der Sachzeitwert zugrunde gelegt werden sollte, kam man nun zu dem Ergebnis, dass 3,2 Millionen Euro zuzüglich Umsatzsteuer und 1,9 Millionen Euro pauschalierte Zinsen zurückgezahlt werden sollten.

Schümann zeigt sich über die Lösung ebenso zufrieden wie die Geschäftsführung der SVO. „Wir begrüßen den jetzt geschlossenen Vergleich vor dem Landgericht Hannover, der von beiden Parteien gemeinsam erarbeitet wurde“, betont SVO-Pressesprecher Andreas Gerow. „Hinsichtlich der Übertragung von Mittelspannungsleitungen gab es am 9. Januar ein erstes konstruktives Gespräch zwischen den Stadtwerken Uelzen und der Celle-Uelzen Netz GmbH.“

In Sitzungen, an denen Vertreter der zuständigen Fachbereiche der Stadtwerke und SVO teilnehmen, soll nun über die Vorgehensweise beraten werden. Ziel sei es, in weiteren gemeinsamen Gesprächen bis Mitte des Jahres ein von beiden Seiten getragenes Ergebnis vorzulegen.

„Es ist so, dass wir gesagt haben, dass rund 75 Kilometer Mittelspannungsleitung zum Versorgungsgebiet der Stadtwerke dazu gehören“, erläutert Schümann. Ob diese nun ebenfalls auf die Stadtwerke übertragen werden sollen, ist demnach noch offen. Der acht Jahre währende Streit habe das Verhältnis zwischen den beiden örtlichen Unternehmen beeinträchtigt. Nach der Einigung über den Kaufpreis für die Stromnetze sieht Schümann nun die Zusammenarbeit auf einem guten Weg: Die Probleme miteinander in der jüngsten Vergangenheit „wollen wir damit beerdigen“, erklärt er.

Von Diane Baatani

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