Beschädigte Steuerwagen: Reparatur dauert noch Wochen

Metronom streicht Züge

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Die Eisenbahngesellschaft Metronom muss zwei Zugverbindungen streichen. 

Uelzen/Landkreis – Bahnkunden müssen sich auf vollere Züge zu den Stoßzeiten des Pendlerverkehrs einstellen. Der Grund: Die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom hat bis auf Weiteres zwei Züge gestrichen.

Dabei handelt es sich um den Zug von Uelzen nach Hamburg Hauptbahnhof um 6.26 Uhr und den Zug in die Gegenrichtung um 17.28 Uhr ab Hamburg.

Laut Metronom zieht sich die Reparatur von drei durch einen Unfall beschädigter Steuerwagen länger hin, als ursprünglich angenommen. „Die Steuerwagen sind stärker beschädigt worden, als zunächst angenommen. Die Reparatur wird noch mindestens weitere sechs bis acht Wochen dauern“, heißt es von Seiten des Unternehmens. Damit habe man drei komplette Züge weniger zur Verfügung.

„Ich fahre seit 20 Jahren Bahn, was ich in den letzten Wochen erlebe, schlägt dem Fass den Boden aus“, bringt Corina Großmann den Unmut vieler Pendler auf den Punkt. Die Bevenserin ist von den Zugausfällen direkt betroffen. „Ich werde jetzt täglich eine halbe Stunde mehr Freizeit auf dem Bahnsteig verbringen“, sagt sie. Außerdem beklagt sie, wie auch andere Pendler gegenüber der AZ, dass die Züge um 17.28 Uhr ab Hamburg schon in den vergangenen Wochen regelmäßig ausfielen. „Manchmal stand der Zug noch um 16.30 Uhr im Fahrplan“, berichtet sie. Wenn sie dann am Hauptbahnhof angekommen sei, habe es plötzlich geheißen: Der Zug fällt aus. Da der Zug zu den Stoßzeiten verkehrt, seien die anderen Bahnen in der Folge überfüllt gewesen. „Das ist einfach unkomfortabel“, sagt Corina Großmann. Dass jetzt der Zug die nächsten Wochen komplett ausfalle, sei eine Katastrophe für alle Pendler, die mit der Bahn zur Arbeit wollen.

Eine Presseanfrage ließ die Eisenbahngesellschaft Metronom bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

VON LARS LOHMANN

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