Metronom-Gäste müssen mit überfüllten Tunneln und Verspätungen rechnen

Angst vor dem Gedrängel

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Wenn mehrere Züge auf einmal im Umsteige-Bahnhof Uelzen eintreffen, wird es auf den Treppen und im Tunnel eng. Die Eisenbahngesellschaft Metronom weiß von Fahrgästen, die Angst davor haben, mit ihrem Fahrrad in Uelzen umzusteigen.

Uelzen. Die Sommerferien stellen den Zugverkehr und den Bahnhof Uelzen auf die Probe. Fahrgäste des Metronom haben weiterhin mit überfüllten Zügen und mit Verspätungen zu rechnen.

Am Wochenende vermeldete die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom mehrfach, dass Reisende mit Fahrrädern nicht mehr zusteigen dürften und auf andere Züge ausweichen sollten.

Doch nicht nur die Züge sind überfüllt, auch die engen Unterführungen im sogenannten Umsteige-Bahnhof Uelzen. Zu bestimmten Zeiten, wenn mehrere Züge innerhalb weniger Minuten eintreffen, machen die schmalen Treppen und Gänge vor allem schwerbepackten Zuggästen oder gehbehinderten Personen zu schaffen. Auch wer mit Fahrrädern unterwegs ist, bekommt Probleme, selbst wenn die Räder nacheinander mit dem Aufzug vom Bahnsteig abwärts gebracht werden.

Ein Mann geriet gestern in Hektik, als er sein Fahrrad und das der Tochter nacheinander die Stufen hinabtrug und schließlich auch noch ein Fahrradanhänger für das jüngste Kind an der Reihe war. Er wies währenddessen seinen Nachwuchs an, schon den nächsten Bahnsteig aufzusuchen, damit sie ihren Anschlusszug erreichen konnten. Bei Metronom gehen immer wieder Beschwerden über diese engen Tunnel ein, betont Birthe Ahting, Pressesprecherin der Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom. Sie weiß von Fahrgästen mit Fahrrädern, die „ein bisschen Angst haben, weil es so eng ist“.

Zu diesen Herausforderungen für Metronom-Gäste kommen noch weitere hinzu: Wenn ein Fernzug überholt oder wenn sich wegen Verzögerungen mehrere Züge stauen, ist der Metronom derjenige, der warten muss, erklärt Birthe Ahting. Gestern Nachmittag kam das mehrmals vor, auch Signalstörungen waren an Verspätungen schuld. Reisende müssen sich zudem ab Ende August wegen Bauarbeiten wieder auf Gleisänderungen auf der Strecke von Uelzen Richtung Hamburg und in der entgegengesetzten Richtung bei Suderburg einstellen.

Lob und Kritik erntet Metronom für das Alkoholverbot. An Feierabenden und Wochenenden wird weiterhin Sicherheitspersonal in Metronom-Zügen eingesetzt.

Weitere Hintergründe zu dem Thema stehen heute in der gedruckten und in der digitalen Ausgabe der AZ.

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