Nach brutaler Auseinandersetzung im Mai

Messerstiche aus Notwehr: Verfahren gegen 31 Jahre alten Uelzener eingestellt

In der Schillerstraße hatte sich im Mai eine folgenschwere Auseinandersetzung ereignet.
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In der Schillerstraße hatte sich im Mai eine folgenschwere Auseinandersetzung ereignet.

Uelzen – Die brutale Auseinandersetzung, die sich an einem milden Mai-Abend dieses Jahres mitten in Uelzen abgespielt hatte, hatte weit über das Stadtgebiet hinaus für Aufsehen gesorgt: Ein 31 Jahre alter Mann, ein syrischer Staatsbürger, geriet mit zwei Landsleuten in Streit.

Zunächst erfolgte ein heftiger Wortwechsel, danach wurde der 31-Jährige von seinen 24 und 39 Jahre alten Kontrahenten mit Schlaggegenständen angegriffen, wie die Polizei im Nachgang festhielt.

Der 31-jährige versuchte, davonzulaufen. Doch er wurde von den beiden anderen Männern verfolgt. In dieser Situation zog der Verfolgte ein Messer – und stach zu. Er stach einem der beiden Männer in den Rücken, dem anderen in den Bauch. Notwehr, sagt die zuständige Staatsanwaltschaft Lüneburg: „Das Verfahren gegen den 31-Jährigen wurde eingestellt, da davon auszugehen ist, dass dieser in Notwehr handelte“, erklärt Jan Christoph Hillmer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg, auf AZ-Anfrage.

Die Polizei hatte anfangs wegen des Verdachts eines zweifachen versuchtem Tötungsdelikts mit einem Messer ermittelt, von Anfang an aber auch Notwehr nicht ausgeschlossen.

Die Männer waren von dem 31-Jährigen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Beide wurden im Klinikum Uelzen operiert. Der 31-Jährige selbst hatte sich – noch während Beamte am Tatort eintrafen – auf der nahen Wache der Uelzener Polizei gestellt. Mehr zu dem Thema lesen Sie heute (30.07.) in der gedruckten Ausgabe der AZ sowie im E-Paper. VON MICHAEL MICHALZIK

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