Ermittlungen gegen 48-Jährigen wegen Mordversuchs

Messerstich in Hals: Verdächtiger in Haft

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(Symbolbild)

tm Uelzen. Ein halbes Jahr nach einer brutalen Messerattacke im Kneipenviertel an der Gudesstraße ist gegen den mutmaßlichen Täter, einen damals 48-jährigen Mann aus der Samtgemeinde Aue, Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen worden.

Der Familienvater soll in der Nacht zum 29. Juli vor der Gaststätte Hutladen einem 21-jährigen Kneipenbesucher ein Messer in den Hals gestoßen und diesen lebensgefährlich verletzt haben. Das Opfer wurde im Klinikum notoperiert.

Gegen den Familienvater war zunächst wegen versuchten Totschlags ermittelt worden. Das Amtsgericht hatte zwar Haftbefehl erlassen, diesen aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Begründung: Der Beschuldigte sei bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten und habe einen festen Arbeitsplatz – daher bestehe keine Fluchtgefahr.

Jetzt aber ging die Ermittlungsakte an das Landgericht Lüneburg – und von dort forderte man die Staatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen auszuweiten, auch ein Verfahren wegen versuchten Mordes käme in Betracht. Parallel dazu wurde ein Haftbefehl erlassen, der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Der Vorfall vom Juli hatte eine Debatte über die zunehmende Gewalt an Wochenendnächten rund um die Gudesstraße ausgelöst.

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