Von Woche zu Woche

Merkwürdige Wahlkampfzeiten

Noch zwei Wochen, dann hat Uelzen die Wahl, wer künftig diese Stadt regieren soll. Drei Kandidaten bewerben sich um das Amt des Bürgermeisters. Sie bemühen sich, strampeln sich ab im Kampf um jede Stimme. Jeder auf seine Weise und gelegentlich auch gemeinsam auf einer der Diskussionsveranstaltungen verschiedener Interessengruppen.

Es ist ein engagierter Wahlkampf, keine Frage. Mit allem, was dazugehört. Und doch beschleicht einen ein merkwürdiges Gefühl, wenn man an diese Bürgermeisterwahl denkt. Denn irgendwie scheint etwas zu fehlen in dieser Wahlkampfzeit. Es ist schwer zu greifen.

Manche sagen, es fehle der Pfeffer – doch das trifft nicht den Kern. Vielmehr lässt der bisherige Verlauf dieses Kandidatenmarathons befürchten, dass es das Interesse der Bürger ist, das fehlt. Egal, wo sich die Kandidaten zur Vorstellung oder zur Diskussion vorstellen, sie bleiben zumeist weitgehend unter ihresgleichen. Vielleicht täuscht dieser Eindruck ja, vielleicht erleben wir am 25. Mai eine überwältigende Wahlbeteiligung.

Zu wünschen wäre es in doppelter Hinsicht. Zum einen den Kandidaten, mit denen man in diesen Wochen angesichts ihres Terminkalenders nicht wirklich tauschen möchte. Zum anderen wäre es aber auch dieser Stadt zu wünschen. Denn es geht um viel. Die Ära Otto Lukat klingt aus, der Nachfolger wird ganz andere Akzente setzen – und nicht nur das: Er muss die Stadt in einer schwierigen Situation fit machen für das nächste Jahrzehnt. Dafür hat ein Stadtoberhaupt die größtmögliche Unterstützung der Bürger verdient –und zur Wahl zu gehen, sollte deshalb selbstverständlich sein. Und wem die Kandidaten noch merkwürdig fern erscheinen – sie sind in diesen Tagen allerorten anzutreffen. - Von Thomas Mitzlaff

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