Aktualisierte Papierbögen

Meinungen zu Marktstraßen – Uelzener antworten vor allem online

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Der Fragebogen ist online über die Startseite der Homepage der Hansestadt Uelzen aufzurufen. Wer ihn in Papierform ausfüllen will, findet ihn in der Touristinformation im Rathaus. Bis Mitte Oktober läuft die Umfrage.

Uelzen – Bis Mitte Oktober besteht noch die Möglichkeit, an der Umfrage zur Zukunft der Uelzener Marktstraßen teilzunehmen.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) im Stadtrat hatte vorgeschlagen, sie in den Sommermonaten an den Wochenenden für den motorisierten Verkehr zu sperren, damit die Menschen ungestört in den Außenbereichen von Gastronomien sitzen können. Auch könnten Veranstaltungen dann in den Markstraßen stattfinden.

Die Idee hat Befürworter wie Gegner. Mit der Umfrage holt sich die Politik ein Meinungsbild ein. Händler und Gastronomen wurden persönlich befragt. Die Bürger können derzeit online teilnehmen oder erhalten einen Fragebogen in Papierform in der Touristinformation im Rathaus. Bis Ende vergangener Woche wurde gut 190 Mal online der Fragebogen von Bürgern ausgefüllt.

Christopher Siebe vom Uelzener Stadtmarketing, das für die Umfrage zuständig ist, erklärt auf Nachfrage der AZ, dass gewählte Einstellungen in der Online-Fassung durchaus gewollt seien. So sind bei Antworten nur Einmal-Nennungen möglich. Bei der Frage, bei der Bürger angeben sollen, warum sie die Innenstadt besuchen, kann so beispielsweise nur „Shoppen“ oder „Besuch eines Cafés“ als Antwort angeklickt werden. Christopher Siebe: „Die Einmal-Nennung ist so gewollt. Daraus lässt sich ableiten, was am ehesten der Grund ist, dass jemand in die Stadt kommt oder was ihn dazu bringen würde, die Innenstadt nach einer Sperrung zu besuchen.“ Wären alle Antwortmöglichkeiten anklickbar, müsste bei der Beantwortung nicht überlegt werden, die Antworten würden eventuell verwaschen. Wenn jemand zwischen zwei Antworten schwanke, könne das bei den Fragen im Feld „Sonstiges“ eingetragen werden.

In der Papierform wurde bisher aber nicht expliziert darauf hingewiesen, dass nur eine Antwort gegeben werden soll. „In der Tat haben wir nicht daran gedacht, einen Hinweis darauf zu drucken“, räumt Siebe ein. Das Stadtmarketing kündigt an, nun nachzubessern. Es soll aktualisierte Fragebögen geben.

Siebe sieht nicht die Gefahr, dass durch die Aktualisierung das Umfrageergebnis verfälscht wird. Bisher seien erst drei Fragebögen in Papierform ausgefüllt worden, sagt er.

Zeitnah soll nach Ende der Umfrage die Auswertung erfolgen. Geplant sei, so Siebe, dass die Ergebnisse Ende Oktober, Anfang November vorliegen. Mit dem Meinungsbild von Händlern, Gastronomen und Bürgern will die Politik eine Entscheidung treffen.

VON NORMAN REUTER

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