Uelzener Politik berät über höhere Beiträge für Anschluss an das Kanalsystem

Mehrkosten für Bauherren

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Der Anschluss an das Kanalnetz, über das das Schmutzwasser abfließt, soll im Uelzener Stadtgebiet teurer werden.

Uelzen. Wer im Uelzener Stadtgebiet künftig ein Haus baut, muss mit höheren Kosten beim Anschluss an das Kanalsystem rechnen. Die Stadtpolitik berät zurzeit eine Anpassung der Anschlussbeiträge.

Aufgrund von erheblichen Investitionen in den vergangenen Jahren in das Kanalsystem und auch in die Uelzener Kläranlage, in der die Abwasser gereinigt würden, seien die Sätze anzugleichen, informiert Dietmar Kahrs, Betriebsleiter der Stadtentwässerung Uelzen. Zuletzt habe es eine Anpassung vor 15 Jahren gegeben.

Berechnet werden die Anschlussbeiträge für die Abwasserbeseitigung und auch für den Abfluss des Regenwassers nach Größe der bebauten Grundstücke und nach Anzahl der Geschosse der Häuser. Bei der Abwasserbeseitigung gilt für Flächen ein Quadratmetersatz, der derzeit bei 10,62 Euro liegt. Er soll auf 12,20 Euro angehoben werden. Beim Regenwasserabfluss gibt es noch einen Satz von 3,53 Euro pro Quadratmeter der Grundfläche, künftig soll er bei 3,63 Euro liegen.

Bei einer eingeschossigen Bebauung eines Grundstückes von etwa 1000 Quadratmetern würde die Anpassung Mehrkosten von rund 350 bis 400 Euro für den Betroffenen bedeuten, erläutert Kahrs gegenüber der AZ. Die Gesamtkosten für den Anschluss an das Abwasser- und Regenwassernetz würden bei dem genannten Fall dann bei etwa 4000 Euro liegen.

Die Mitglieder des Betriebsausschusses Stadtentwässerungsbetrieb haben in ihrer jüngsten Sitzung bereits der Anhebung der Beiträge zugestimmt. Das Votum fiel einstimmig aus. Für das Inkrafttreten der geplanten Beitragsänderung für den Kanalanschluss haben noch der Verwaltungsausschuss und der Stadtrat Anfang Oktober noch zuzustimmen.

Von Norman Reuter

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