Mehrheit für neue Namen

OttoLukat

Uelzen - Von Marc Rath. In seinen 34 Dienstjahren im Lessing-Gymnasium (LeG) hat Lehrer Rüdiger Lutz Klein schon so manches erlebt. Zuletzt waren es vor allem Rückschläge für die Schule: Durch das Behelfsdach des Hauptgebäudes regnete es durch, die Erweiterung um ein Stockwerk hat sich um Monate verzögert und bei der Sanierung der alten Turnhalle wurden eklatante Baumängel aus den 60er Jahren entdeckt (AZ berichtete). Deshalb kann Klein die neueste Hiobsbotschaft auch nicht mehr schockieren: Die lang ersehnte Einrichtung einer Pausenhalle im ersten Stock des Pysahl’schen Anbaus der Schule wird sich um ein Jahr verzögern.

Eigentlich sollte der neue Aufenthaltsbereich für die Schüler in diesen Sommerferien geschaffen werden. Doch nun hat das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg dem LeG mitgeteilt, dass die Arbeiten voraussichtlich auf den Sommer 2011 verschoben werden. Lediglich die Entkernung des Obergeschosses ist bereits für die kommenden Wochen geplant.

„Der Umbau ist wegen des engen Zeitrahmens 2010 nicht zu schaffen, das ist aber auch ein Kostenproblem“, gibt Eckhardt Meier, Leiter des Gebäudemanagements, zu. Unter anderem müsse die alte Lüftungsanlage im Pysahl’schen Anbau erneuert werden, doch das sei „von der Kostenseite zu teuer“, erklärt Meier. „Wir werden das daher auf das nächste Jahr verschieben müssen.“ Vorausgesetzt, die politischen Gremien stimmen der Investition zu. Die Gesamtkosten für die neuen Räume kann Meier aber noch nicht beziffern.

Fest steht hingegen, dass die Pausenhalle größer wird als der derzeitige Anbau, in dem sich noch die Musikräume befinden. Momentan beträgt die Grundfläche etwa 23 mal 23 Meter. Die Außenwände aus Blech werden jedoch entfernt. Danach wird die neue Dämmfassade auf die Betonbrüstung gesetzt, die auf jeder Seite ein Stück herausragt. Dadurch entsteht eine neue Fläche von rund 25 mal 25 Metern.

Außer der Pausenhalle sollen im ersten Stock des 35 Jahre alten Anbaus auch ein Zimmer für die Schülervertretung, ein Konferenzraum, ein Stuhllager und eine Bühne für Schulaufführungen eingerichtet werden. Bis zu 400 Zuschauer sollen davor Platz finden. Kleins Fazit: „Die Pläne sehen sehr gut aus. Ich hoffe, dass der Schulträger im nächsten Jahr auch in der Lage ist, das finanziell zu stemmen.“

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