Landkreis plant zusätzliches Geld für Abtransport ein

Mehr vermüllte Orte im Kreis Uelzen

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Die Mergelkuhle in Westerweyhe ist ein Dauerbrenner, wenn es um illegal verklappten Müll geht.

Uelzen/Landkreis – Kaputte Elektrogeräte, alte Kanister und Plastiksäcke voller Unrat: Illegal verklappter oder einfach auf Grundstücken abgestellter Müll ist ein im Landkreis Uelzen zunehmendes Phänomen.

„Es gibt verstärkt Fälle“, sagt Alexander Krüger von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Uelzen.

In schwerwiegenden Fällen ist die Untere Naturschutzbehörde gefordert, um – wie Krüger erklärt – „Gefahren abzuwehren und ordentliche Zustände wieder herzustellen“. Der Müll wird abtransportiert, um beispielsweise Verunreinigungen des Erdbodens durch austretende Flüssigkeiten zu verhindern. Die Kosten dafür trägt zunächst der Landkreis, er versucht diese dann von den Umweltsündern wiederzubekommen – im Fachjargon wird von der Ersatzvornahme gesprochen.

Bei illegal verklapptem Müll, Beispiel ist hier die Mergelkuhle in Westerweyhe (AZ berichtete ausführlich), lassen sich die Umweltsünder aber nur schwer ermitteln, und auch bei vermüllten Grundstücken in privater Hand gebe es keine Garantie, jemand dafür haftbar zu machen, erklärt Krüger. Die Kosten trage dann die Allgemeinheit.

Im Haushalt des Landkreises für 2020 wird deutlich, was die Entwicklung in Sachen vermüllte Orte in Euro und Cent bedeutet. Bisher waren jährlich 6000 Euro für den Abtransport vorgesehen, der Betrag soll um 24 000 Euro aufgestockt werden. „Wir wollen immer auch handlungsfähig sein“, erläutert Alexander Krüger.

VON NORMAN REUTER

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