Mehr Sitzbänke – weniger Leerstände

Ideen für eine attraktivere Innenstadt sammelten die Uelzener Grünen jetzt bei ihrer Bürgersprechstunde. Foto: Ph. Schulze

Von Bernd SchossadowskiUelzen. "Irgendwie muss dieser Kreis durchbrochen werden. So kann es nicht weitergehen." Der Appell eines Teilnehmers der Bürgersprechstunde am Dienstagabend in der Geschäftsstelle der Grünen fasste die Misere im Uelzener Zentrum zusammen. Wie kann die Innenstadt attraktiver werden? Zu diesem Thema hatte Grünen-Ratsfrau Ariane Schmäschke erstmals zum öffentlichen Meinungsaustausch eingeladen.

Ganz wichtig sei die Beseitigung der Leerstände, sagte ein Bürger. Doch viele Hausbesitzer seien nicht daran interessiert, ihre Immobilien für die Einrichtung neuer Geschäfte zu vermieten – "und wenn ja, dann nicht zu vernünftigen Preisen", kritisierte der Mann.Ein anderer Sprechstunden-Teilnehmer rief die Stadt dazu auf, leer stehende Gebäude aufzukaufen und danach zu versuchen, die selbst zu vermarkten. Das könne die Stadt aufgrund ihrer Haushaltslage aber nicht leisten, gab Schmäschke zu bedenken. "Vielleicht wäre ein Mietzuschuss der Stadt für Existenzgründer-Projekte möglich", schlug sie stattdessen vor.Wichtig war den Teilnehmern, dass inhabergeführte Geschäfte in Uelzen entstehen. "Wir wollen keine weiteren Kettenläden", betonte ein Bürger. Ein weiterer Vorschlag aus der Runde: Die Marktstraßen im Bereich zwischen den Einmündungen der Rademacher-, Doktoren- und Turmstraße sollen zur Fußgängerzone werden. Attraktivere Fahrgeschäfte bei Festen und mehr Sitzbänke wurden ebenfalls genannt. Eine junge Frau regte an, es müssten mehr Plätze für Jugendliche geschaffen werden, um sich zu treffen, zu klönen und Sport zu treiben. Das Ballspielfeld am Amtsgericht reiche dafür nicht aus.Schmäschke will nun weitere Sprechstunden zu diesem Thema anbieten. "Ich möchte noch mehr Reaktionen aus den unterschiedlichsten Richtungen", sagte sie und plädierte generell für mehr Bürgerinformation und -beteiligung in Uelzen.

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