Mehr Sicherheit an Bahnübergängen

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Unfallszenen wie diese sollen vermieden werden: Die Bahnübergänge in der Samtgemeinde Bodenteich benötigen mehr Sicherheit.

Bad Bodenteich/Lüder - Von Jörn Nolting. Die Bahnübergänge in der Samtgemeinde Bodenteich sind nicht genügend gesichert – dieser Meinung sind nicht nur die Ratsmitglieder aus Lüder. Die nämlich fordern, dass im Zuge der Fusion die Gemeinde bei der Sicherung der Bahnübergänge unterstützt wird.

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Auslöser ist auch der tragische Unfall am bisher noch unbeschrankten Bahnübergang am Waldbad. Doch auch andere Stimmen werden laut: Entlang der Bahnschienen etwa einen Kilometer Richtung Braunschweig gibt es einen zweiten Bahnübergang, welcher weniger von Autofahrern genutzt wird – hier findet sich nicht einmal ein Andreaskreuz mit Warnlicht, sondern nur ein einfaches Andreaskreuz.

AZ-Leser Michael Schulz schildert das Problem: „Diese Stelle müssen die Kinder der Realschule Bad Bodenteich morgens, mittags, im Dunkeln und im Hellen, bei Nebel, Schnee oder Regen alleine passieren, um zur Sporthalle am Kiebitzberg zu gelangen, wo sie Sportunterricht haben.“ Er selbst kann sich an seine Schulzeit erinnern. dort hat er, etwa vor acht Jahren, eine vergleichsweise knappe Situation mit einem Zug an diesem Bahnübergang erlebt:

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„Wir trödelten über die Schiene. Von links näherte sich ein Zug, den wir bis dahin nicht bemerkt hatten, während wir zur Sporthalle gingen. Erst als der Zug sein Warnsignal ertönen ließ, bemerkten wir ihn doch und konnten uns zügig vom Gleis wegbewegen.“ Deshalb schlägt er vor, den Übergang in irgendeiner Art und Weise zu sichern, gerade wegen der Schüler, die mit MP3-Playern auf den Ohren den Übergang nutzen.

Der Bahnübergang am Waldbad wird laut Bahnpressesprecherin Sabine Brunkhorst im nächsten Jahr eine jeweils halbseitige Schranke zur Absicherung bekommen.

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