Umbau und Erweiterung

Mehr Platz für Notfälle: Helios Klinikum Uelzen investiert mehrere Millionen Euro

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Die Station 1.4 ist bereits leer geräumt, die Umbauarbeiten sollen in etwa 14 Tagen beginnen – Klinikum-Geschäftsführer Franz Caesar (links) und der stellvertretende technische Leiter des Hauses, Christian Rose, gehen die Pläne durch. 

Uelzen. Sie haben sich bei Baumarbeiten mit der Motorsäge ins Bein gehauen, sind beim Sport umgeknickt, leiden urplötzlich unter Atemnot oder verspüren heftige Herzschmerzen – die Patienten, die tagtäglich in der Notaufnahme des Helios Klinikums Uelzen aufgenommen werden, sind – oder fühlen sich zumindest – in gesundheitlichem Ausnahmezustand.

Da allerdings regelmäßig auch räumlich Ausnahmezustand in diesem Bereich des Klinikums herrscht, wird nun in großem Stil erweitert: Die Notaufnahme wird um rund 200 Quadratmeter erweitert und ihre Größe damit beinahe verdoppelt.

„Das Einweisungsverhalten hat sich verändert“, erklärt Franz Caesar die Notwendigkeit des Bauprojekts. „Die Situation in der Notaufnahme ist inzwischen sehr eng, weil sich die Aufnahmezahlen seit der Eröffnung 2003 verdoppelt haben.“ Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Planungen für das Klinikum „aus dem Ende des letzten Jahrtausends“ stammten, so der Geschäftsführer des Uelzener Klinikums.

Wohl an die 30 000 Patienten würden pro Jahr in der Notaufnahme versorgt. Und das in Räumen, die mittlerweile aus allen Nähten platzen – sowohl in Behandlungszimmern als auch Wartebereichen herrscht bei Hochbetrieb drangvolle Enge. Nicht selten, dass da schon mal ein Patient im Bett auf dem Flur liegen muss. „Das ist für die Patienten ebenso wie die Mitarbeiter nicht schön“, bringt es Franz Caesar auf den Punkt.

Um acht Untersuchungs- und Aufnahmeräume soll die Notaufnahme des Klinikums also bis zum Anfang nächsten Jahres wachsen. Für die Erweiterung wird ein Bereich genutzt, in dem zurzeit solche Patienten aufgenommen werden, die nicht sofort behandelt werden müssen. Diese wiederum sollen künftig in einen benachbarten Flachdachbau versorgt werden. Der vorhandene Bereich der Notaufnahme werde weiter genutzt, so Caesar, allerdings durch kleinere Umbauten auch den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst.

Das Gleiche gilt auch für andere Bereiche des Helios Klinikums Uelzen: Neben der Erweiterung der Notaufnahme stehen nämlich auch der Bau einer sogenannten Wahlleistungsstation und ein Umbau der Cafeteria auf dem Programm. Die Bauarbeiten für die drei Bauprojekte mit einem Volumen „im niedrigen Millionenbereich“, wie Caesar es formuliert, sollen in 14 Tagen anlaufen.

Weitere Details heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

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