Mehr Platz für umstrittene Abfahrt

B 4: Behörde baut Abzweig nach Emmendorf um – vier Jahre nach letzter Anpassung

Die Abfahrt nach Emmendorf: 2021 wird erneut umgestaltet. Der Radius der Einmündung wird vergrößert. Damit soll das Abbiegen aus Richtung Uelzen leichter werden.
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Die Abfahrt nach Emmendorf: 2021 wird erneut umgestaltet. Der Radius der Einmündung wird vergrößert. Damit soll das Abbiegen aus Richtung Uelzen leichter werden.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Im Zuge einer geplanten Sanierung des Radweges an der B 4 zwischen Kirchweyhe und Tätendorf beabsichtigt die Landesstraßenbaubehörde in diesem Jahr, die Abfahrt zur Kreisstraße 22 nach Emmendorf zu verändern.

Uelzen/Landkreis – „Wir werden den Radius großzügiger gestalten“, sagt Dirk Möller, Leiter des zuständigen Geschäftsbereichs Lüneburg. Damit könne, wer auf der B 4 von Uelzen komme, leichter auf die K 22 abbiegen.

Damit wird etwa vier Jahre nach der letzten Umgestaltung der Ausfahrt erneut Hand angelegt. Sie war zuletzt 2017 im Zuge der Sanierung der B 4 und der Einführung des 2+1-Prinzips auf dem Teilstück verändert worden. Der Seitenstreifen fiel seinerzeit weg und mit ihm auch eine kleine Abbiegespur.

Das Abbiegen auf die K 22 erfolgt seitdem direkt von der B 4 aus. Unmittelbar nach der Umgestaltung hagelte es Kritik (AZ berichtete). Der Bad Bevenser Fahrlehrer Peter Kroos, der viel auf der B 4 unterwegs ist, prognostizierte: „Da wird es noch oft brenzlig werden.“

Wer abbiegt, der bremst ab. Der nachfolgende Verkehr muss rechtzeitig reagieren. Zwischenzeitlich ist die Geschwindigkeit von 100 auf tagsüber 80 Stundenkilometer in dem Bereich reduziert worden. Die Unfallkommission des Landkreises sprach sich aber auch so für eine Anpassung aus.

Deren Vorsitzender Andreas Dobslaw erklärt, dass sich vor der Abfahrt die Fahrbahn der B 4 von Uelzen kommend von zwei Spuren auf eine verenge. Beabsichtige womöglich jemand, in dem Bereich zu überholen, sehe sich dann noch mit einem bremsenden Vordermann, der abbiegen wolle, konfrontiert, sei das schwierig, sagt Dobslaw. Das Unfallrisiko sei zu groß.

Die Frage, ob es ein Fehler war, die Ausfahrt 2017 so zu gestalten, verneint Dirk Möller von der Straßenbaubehörde. Auch die damalige Verkehrsführung barg nach Möllers Einschätzung Risiken.

Angaben dazu, was die Umgestaltung kostet, macht Möller zunächst nicht. Es sei noch zu früh dafür. Die Umgestaltung gehört zu einem Bündel an geplanten Maßnahmen, die die Straßenbaubehörde 2021 für die Bundes- und Landesstraßen im Landkreis vorsieht. Die genauen Planungen stünden noch aus. Wenn diese abgeschlossen seien, könnten auch die Kosten kommuniziert werden.

Bei der Umgestaltung der Abfahrt wird auch der Radweg an der B4 so verschwenkt, dass Radler in Richtung Emmendorf über die K 22 geführt werden. Parallel erhält der Radweg zwischen Kirchweyhe und Tätendorf eine neue Decke. Ob nun Frostschäden oder Wurzelwerk von Bäumen, es gebe eine Reihe von Gründen, warum Radwege saniert werden müssten, so Möller. 2021 bildet die Erneuerung von solchen Radtrassen einen Schwerpunkt bei den Vorhaben der Behörde. Der andere ist die Fahrbahnerhaltung auf Bundes- und Landesstraßen. Arbeiten dazu sind in diesem Jahr auf der B 71, B 493, L 233, L 250 und L  253 vorgesehen (siehe Seite 1).

Autofahrer müssen sich auf Vollsperrungen einrichten. Es wird damit Umleitungen geben, erklärt Möller. Ziel der Behörde sei es, die Fahrbahnen nur halbseitig zu sperren und den Verkehr mithilfe von Ampeln den Baustellen vorbeizuführen. Dafür brauche es aber eine hohe Fahrbahnbreite. „Die erreichen wir in den meisten Fällen nicht“, so Möller.

Bei der geplanten Radwegesanierung werde es möglich sein, mit einer Ampelanlage zu arbeiten.

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