Neue Leuchten im Parkhaus sparen Strom und CO2 / Verwaltung erhält Zertifikat

Mehr Licht auf zwei Etagen

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Volker Schwikowski (links), Geschäftsführer des B.A.U.M. Zukunftsfonds, überreichte Manfred Knaak, Vorstand des Gebäudemanagements Uelzen/Lüchow-Dannenberg, gestern das Zertifikat als Bestätigung für die Energie-Einsparung im Parkhaus.

Uelzen. Die Zeiten schummeriger, Energie verschlingender Leuchten im Parkhaus an der Kaiserstraße in Uelzen sind vorbei.

Das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg hat die zweigeschossige Anlage mit einer neuen, hochmodernen Beleuchtung ausgestattet, die Anfang März in Betrieb gegangen ist. Diese spart große Mengen Strom und senkt dadurch den jährlichen CO2-Ausstoß um 121 Tonnen. Zudem wird durch die helleren Lampen die Sicherheit erhöht.

Als Bestätigung für das innovative Einsparkonzept überreichte Volker Schwikowski, Geschäftsführer des B.A.U.M. Zukunftsfonds aus Hamburg, gestern ein Zertifikat an den kaufmännischen Vorstand des Gebäudemanagements, Manfred Knaak. „Diese Maßnahme gehört zu unserem Klimaschutz-Teilkonzept. Wir haben uns die CO2-Einsparung auf die Fahnen geschrieben“, sagt Knaak. Nach etwa fünf Jahren werde sich die Anlage amortisiert haben.

Das Energiekonzept hatte die Bahn-Tochter DB Services entwickelt. Neben der Elektrik und Steuerung wurden 283 LED-Leuchten sowie 50 Tageslicht- und Bewegungssensoren eingebaut. Sie ersetzen die Leuchtstoffröhren und Hochdruck-Dampflampen aus Natrium und Quecksilber, die vor 20 Jahren installiert worden waren. Allerdings hatte sich der Einbau des neuen Beleuchtungssystems Anfang dieses Jahres verzögert, das Parkhaus war wochenlang gesperrt (AZ berichtete).

Die LED-Lampen verbrauchen nur noch rund 29 700 Kilowattstunden Strom pro Jahr – fast 107 000 Kilowattstunden weniger als bisher. Entsprechend verringern sich die jährlichen Energiekosten von 30 500 auf 6560 Euro. Weitere 5800 Euro spart das Gebäudemanagement pro Jahr bei der Bauunterhaltung, weil es die neue Anlage nicht selbst betreibt. Diese gehört dem B.A.U.M. Zukunftsfonds und geht erst nach fünf Jahren in den Besitz des Gebäudemanagements über. „Bis dahin zahlen wir nur die Stromkosten“, erklärt dessen Abteilungsleiter Eckhardt Meier.

Die neuen Leuchten sind mit einem Bewegungsmelder ausgestattet. Nur wenn ein Fahrzeug ins Parkhaus fährt oder eine Person dort zu Fuß unterwegs ist, schaltet sich das Licht an. „Nach fünf Minuten geht es wieder aus“, schildert Meier. Außerdem wird die Helligkeit der Lampen entsprechend der Menge des einfallenden Lichts automatisch gesteuert: Nachts ist das Parkhaus deutlich stärker ausgeleuchtet als tagsüber oder in der Dämmerung.

Dieser Punkt ist Knaak besonders wichtig: „Wir wollen damit auch ein sicheres Parkhaus erreichen“, betont er. Denn die Anlage ist jetzt wesentlich heller als zuvor. „Gerade für Frauen ist das sehr wichtig“, sagt der kaufmännische Vorstand.

Von Bernd Schossadowski

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