Jahreshauptversammlung Kunstverein: Stulpe-Katalog nochmals Thema

Mehr als „künstlerisches Interesse“

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Vier Werkschauen hat der Kunstverein Uelzen im vergangenen Jahr organisiert, zur Dauerausstellung „Bildersammlung Stulpe“ einen Katalog herausgegeben.

Uelzen. Vier Werkschauen hat der Kunstverein Uelzen im vergangenen Jahr organisiert, zur Dauerausstellung „Bildersammlung Stulpe“ einen Katalog herausgegeben.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins am Montagabend sagte Jochen Schulze, der den Jahresbericht für 2012 vortrug, dass die Herausgabe des Kataloges sowie die Dauerausstellung „nicht nur auf künstlerisches Interesse“ gestoßen sei.

Rückblende: 333 Grafiken, die seit 1997 im Rathaus in einer Ausstellung zu sehen sind, wurden der Stadt von Wolfgang Stulpe, früherer Ausstellungsleiter des Kunstvereins, gestiftet. 2002 tötete sich dieser selbst. Unmittelbar vorausgegangen waren Ermittlungen gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. Da der Katalog in seiner ursprünglichen Form auf die polizeilichen Ermittlungen und die damit einhergegehen Vorwürfe nicht eingegangen war, wurde die Ausstellung und das Heft kontrovers diskutiert. Mittlerweile ist der Katalog nur mit einem Einleger erhältlich, in dem auf die Anschuldigungen thematisiert werden. Jochen Schulze erklärte in seinem Jahresbericht, dass in der Berichterstattung zur Ausstellung allein auf „Sensation gesetzt“ und die künstlerische Seite negiert worden sei.

Zur Erinnerung: Die AZ hatte in ihren Berichten Betroffene, Politiker, Psychologen und Ärzte sowie den Kunstverein Uelzen selbst zu Wort kommen lassen.

Auf die Ursachen und Hintergründe der im vergangenen Jahr geführten Diskussion und deren Ergebnisse gingen die Mitglieder bei der Versammlung am Montag nicht ein. Seite 3

Von Norman Reuter

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