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Mehr Gäste in der Uelzener Stadthalle als erlaubt

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Von: Lars Becker

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Die Stadthalle Uelzen
Im großen Saal der Stadthalle Uelzen kamen kürzlich deutlich mehr Gäste einer Trauergesellschaft zusammen als laut Corona-Verordnung erlaubt. © Lohmann, Lars

Im großen Saal der Stadthalle Uelzen hat vor wenigen Tagen eine Zusammenkunft im Anschluss an eine Beisetzung stattgefunden, die in ihrem Ausmaß nicht von der derzeit geltenden Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gedeckt war. 

Das hat die Hansestadt auf AZ-Anfrage bestätigt und zugleich eigene Versäumnisse bei der Vermietung der Räumlichkeiten zugegeben.

Nach Angaben von Stadtsprecherin Ute Krüger sei die Veranstaltung mit 70 bis 80 Personen angemeldet worden. Für gesellige Trauerfeierlichkeiten gelte im Gegensatz zu einer etwaigen kirchlichen Trauerfeier oder den Gang der Hinterbliebenen zum Grab jedoch die Zehn-Personen-Grenze, weil diese Zusammenkunft als private Feier und nicht etwa als Veranstaltung eingestuft werde, erläuterte Krüger. Und weiter: „Diese Personenbegrenzung gilt zuhause und auch in der Gaststätte. Die größere Beerdigungsfeier stand nicht im Einklang mit den aktuellen Regeln.“

Auf die Frage, wie der mit den Corona-Vorgaben des Landes eigentlich bestens vertrauten Stadtverwaltung ein solcher Fehler bei der Vermietung und Nutzungsgenehmigung für die Stadthalle unterlaufen konnte, teilte Ute Krüger mit, dass der Eigenbetrieb Kultur, Tourismus und Stadtmarketing (KTS) nach der Auflösung der Stadthallen GmbH erst seit Jahresbeginn 2022 neu für die Vermietung der Stadthalle zuständig sei. „Wir sind dabei, die neuen Prozesse und das Anmeldeverfahren zu optimieren“, so die Stadtsprecherin weiter, die zudem auf eine „besondere Situation für die Stadthalle nach der derzeitigen Corona-Verordnung“ verweist. Denn: Veranstaltungen sind unter Einhaltung bestimmter Vorgaben zu Abständen, Sitzplätzen, Maskenpflicht und 2G-plus-Regel mit entsprechenden Ausnahmen wieder erlaubt. „Die Regelungen in der Verordnung sind so komplex, dass die Stadtverwaltung für die Auslegung Fachleute vorhält, mit denen eine Abstimmung erfolgt. Dieser Prozess wird noch einmal geschärft“, verspricht Ute Krüger.

Die Stadthalle Uelzen werde grundsätzlich eher selten für solche Zusammenkünfte nach Beisetzungen vermietet. Für den jeweiligen Ablauf einer solchen privaten (Trauer-) Feier sei dann aber immer der jeweilige Anmelder bzw. Mieter verantwortlich.

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