„Hundertwasser ...Die Ausstellung“ kommt in den Bahnhof

Mehr bunte Kunst für Uelzen

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Birthe Ahting von der Unternehmenskommunikation erixx, Helge Schnek, Prokurist bei mycity, Steffen Löwe vom Verein ÖkoRegio, Ariane Schmäschke vom Verein Bahnhof 2000 und Leonhard Ulrich bei der Vorstellung der Ausstellung.

Uelzen. Vom 15. Juni bis zum 4. August 2013 wird der Hundertwasser-Bahnhof Uelzen nicht nur Kunst-Exponat, sondern auch Ausstellungsort sein.

Mehr als 100 Exponate aus der privaten Sammlung von Gabriele Krombholz und Leonhard Ulrich werden sieben Sommerwochen lang auf der Galerie und im Veranstaltungsraum im Obergeschoss des Bahnhofes zu sehen sein. Möglich wurde dies durch eine gemeinsame Initiative des Vereins Bahnhof 2000, des ÖkoRegio Vereins und natürlich des Sammlers Leonhard Ulrich, der gestern zu einer Pressekonferenz nach Uelzen gekommen war.

Krombholz und Ulrich hatten bereits im Jahr 2000 in Uelzen ausgestellt und seither Verbindung zur Uhlenköperstadt gehalten. „In Uelzen sind wir genau an der richtigen Adresse“, so Ulrich, der seine Ausstellungen generell auf den jeweiligen Ort zuschneidet – keine gleicht der anderen. Tenor in Uelzen wird die Mobilität im ländlichen Raum sein. Besucher dürfen sich auf Werke wie „Use Public Transport“ freuen, ein Werk, dass der Künstler anlässlich einer Aktion in Amerika entwarf und mit Greyhounds durchs Land schickte. Passend zum Bahnhof: „Der Nachtzug“. So heißt ein Bild, das bislang nur selten gezeigt worden ist. Hundertwasser schuf es in Venedig, wo er zeitweise lebte.

Darüber hinaus soll ein breiter Überblick über das Werk Hundertwassers gegeben werden. Werke, die in japanischer Auflagentechnik gefertigt wurden, werden ebenso dazu gehören wie Farbdrucke, Linolschnitte, Holzschnitte, Siebdrucke und Collagen – eine Ausstellung, so vielseitig wie der Künstler selbst. Das betrifft die Techniken ebenso wie die Entstehungsorte der Werke.

Nur eine einzige Arbeit hat der Einzelgänger Hundertwasser gemeinsam mit einem „Kollegen“ geschaffen: „Hundertwassers Regentag“. Von 1969 bis 1971 begleitete der Dokumentarfilmer Peter Schamoni den Künstler Hundertwasser und stellte seine Arbeitsweise vor. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Probedrucke, die Hundertwasser zu einer Collage zusammenfügte, welche ebenfalls in Uelzen zu sehen sein wird. „Im Zuge der Ausstellung soll auch der Film gezeigt werden. Wir planen ein kleines Kino im Foyer“, versprach Ariane Schmäschke, Geschäftsführerin des Vereins Bahnhof 2000.

Maßgeblich an der Organisation beteiligt ist darüber hinaus der ÖkoRegio Verein, welcher sich insbesondere um Unterstützer kümmert. „Wir möchten die Ausstellung lebendig machen und Gäste zum Bleiben bewegen. So soll es in der Ausstellung möglich sein, kleine Snacks zu sich zu nehmen, auch ein Rahmenprogramm ist angedacht“, so Steffen Löwe. Deshalb arbeite man mit der BioBahnhof GmbH zusammen, die auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Die Verhandlungen mit der Bahn stünden kurz vor dem Abschluss. Ein – inzwischen ausgeräumter – Knackpunkt sei die Versicherung der Werke gewesen. Um den Aufwand in Grenzen zu halten, wird die Ausstellung montags und dienstags geschlossen bleiben, lediglich angemeldete Gruppen und Schulklassen haben an diesen Tagen Zutritt.

„Hundertwasser ...Die Ausstellung“ wird am 15. Juni eröffnet, sie ist von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Christine Kohnke

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