Corona und die Folgen

Mehr Briefwähler erwartet: Uelzener Verwaltung blickt auf Urnengänge 2021

Bis zu dreimal könnten die Uelzener im Herbst 2021 zur Stimmabgabe aufgefordert werden. In Zeiten des Infektionsschutzes kommt der Möglichkeit der Briefwahl eine stärkere Bedeutung zu.
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Bis zu dreimal könnten die Uelzener im Herbst 2021 zur Stimmabgabe aufgefordert werden. In Zeiten des Infektionsschutzes kommt der Möglichkeit der Briefwahl eine stärkere Bedeutung zu.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Uelzen – 2021 ist Wahljahr. Und das wird voraussichtlich auch noch von der Corona-Pandemie geprägt sein. Das meinen jedenfalls Experten.

Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt will in jedem Fall gerüstet sein, sollte Corona im nächsten Herbst Land und Menschen noch beschäftigen, wenn Urnengänge anstehen. In der jüngsten Stadtratssitzung erklärt er, dass mehr Briefwahlvorstände geschaffen werden sollen.

Am 12. September 2021 werden neue Kommunalparlamente in Niedersachsen gewählt. Zeitgleich soll in Uelzen auch die Bürgermeisterwahl stattfinden. Mit Abstand von 14 Tagen hätten die Uelzener bei einer etwaigen Stichwahl ihre Stimmen abzugeben. Und: Auch Bundestagswahlen stehen im kommenden Herbst an.

Uelzener könnten also bis zu dreimal um eine Stimmabgabe gebeten werden – und das womöglich noch unter Corona-Vorzeichen. Die Stadt erklärt auf Nachfrage: „Generell kann damit gerechnet werden, dass die Anzahl der Briefwähler im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 deutlich steigen wird.“ Diese Prognose habe sich bereits bei den kürzlich erfolgten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen bestätigt.

Bei den letzten Kommunalwahlen 2016 lag die Wahlbeteiligung in der Stadt Uelzen bei 50,4 Prozent. 14 306 Männer und Frauen ab 16 Jahren nutzten demnach ihr Wahlrecht. Das waren mehr als 2011. Der Anteil der Briefwähler lag bei 18,9 Prozent oder, in absoluten Zahlen ausgedrückt, bei 2703.

Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen jetzt unter Corona lag der Briefwahlanteil bei etwa 30 Prozent. Heißt: Knapp jeder Dritte nutzte die Möglichkeit der Briefwahl.

Die Hansestadt Uelzen werde auf eine solche etwaige Entwicklung vorbereitet sein, indem sie die Anzahl der Briefwahlvorstände erhöhe, heißt es von Stadtsprecherin Ute Krüger. Damit solle einer Überlastung der Wahlvorstände vorgebeugt werden. 2016 gab es in der Hansestadt Uelzen vier Briefwahlvorstände. Denkbar sei auch, so Krüger, die Anzahl der Wahlhelfer in den Briefwahlvorständen zu erhöhen, um eine Stimmenauszählung in angemessener Zeit zu gewährleisten.

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