Kriminalstatistik 2013

Mehr Betrugsfälle und Einbrüche in Uelzen

Die Zahl der Einbrüche im Stadtgebiet hat zugenommen.

UELZEN - Es sind die Betrugsfälle, die zunehmend die Polizeibeamten im Landkreis Uelzen beschäftigen. In 2013 stieg die Zahl dieser Straftaten deutlich – von 905 im Jahr 2012 auf 1100.

Diese Entwicklung, so erläuterte am Mittwoch Uelzens Kripo-Chef Jan-Olaf Albrecht bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalstatistik, habe auch dazu geführt, dass entgegen des Trends der vergangenen vier bis fünf Jahre mit einer rückläufigen Zahl an Straftaten in 2013 wieder eine leichte Zunahme auf 5367 Straftaten im Landkreis festgestellt wurde.

Wie Albrecht ankündigte, werde die Entwicklung bei den Taten im Betrugsbereich nicht folgenlos bleiben. „Das ist das Feld, in dem wir in den kommenden Jahren uns personell anders aufstellen werden“, sagte der Kripo-Chef. Betrugstaten, so hielt Albrecht fest, werden vor allem mithilfe des Internets begangen. Bei der Mehrzahl der Fälle würden entweder Bestellungen bei Versteigerungs- oder Verkaufsportalen nicht bezahlt oder aber Käufer würden ihre Ware nicht erhalten, obwohl der Rechungsbetrag beglichen worden sei. Das Bearbeiten dieser Fälle sei mit einem hohen Aufwand verbunden und es bedürfe einer Spezialisierung der Polizeibeamten, nichtsdestotrotz spreche die Aufklärungsquote von 85,91 Prozent für die erfolgreiche Arbeit der Ermittler.

Die Aufklärungsquote bezogen auf alle Straftaten im Landkreis Uelzen lag im vergangenen Jahr bei 61,32 Prozent.

Wie schon in den Vorjahren rückläufig war in 2013 die Zahl der Köperverletzungen im Landkreis, von denen 425 gezählt wurden. Mit einer Aufklärungsquote von fast 93 Prozent, so Albrecht, sei fast jeder Täter ermittelt worden. Diese Erfolge würden auch zu der positiven Entwicklung der Fallzahlen beitragen, erläuterte der Kriminalbeamte. Gegen die Täter würden Ermittlungsverfahren eingeleitet, die dann auch Verurteilungen zur Folge haben könnten.

In der Vergangenheit habe es im Landkreis Uelzen junge Erwachsene gegeben, die durch Köperverletzungen aufgefallen seien – die Urteile gegen diese Täter vor dem Landgericht Lüneburg „haben sich herumgesprochen, sodass der Umkreis erkannt hat, dass solche Taten geahndet werden“.

Etwas zurückgegangen, so die Kriminalstatistik, ist in 2013 auch die Zahl der Hauseinbrüche im Landkreis – von 94 auf 69. Allerdings bereitet gerade im neuen Jahr dieser Bereich der Polizei Sorgen. „Wir stellen aktuell eine Zunahme von Einbrüchen im Stadtgebiet fest“, sagte Albrecht. Auch Büroräume seien betroffen. Gegenwärtig würde geklärt, ob es sich dabei um zusammenhängende Taten handele oder aber um Delikte unterschiedlicher Täter. - nr

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