Pläne für bessere Taktung

Mehr als 12.000 frische PS: Metronom erhält zwei neue Loks

Vor einer der mehr als 6000 PS starken Loks posieren Torsten Frahm (Metronom/links) und Thomas Nawrocki (LNVG) mit Lokführer Guido Scharfenort.
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Vor einer der mehr als 6000 PS starken Loks posieren Torsten Frahm (Metronom/links) und Thomas Nawrocki (LNVG) mit Lokführer Guido Scharfenort.

Uelzen – Nach knapp zwei Jahren Bauzeit hat die Metronom Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Uelzen am Freitag zwei fabrikneue Lokomotiven der Baureihe 147. 5 von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) übernommen.

Diese seien energieeffizienter und in der Instandhaltung günstiger, erklärte Thomas Nawrocki, Leiter Fahrzeugmanagement der LNVG, den bedeutendsten Unterschied zu den seit 2003 eingesetzten Loks.

Das Unternehmen Metronom setzt Loks und Wagen ein, die zum landeseigenen Pool der LNVG gehören. Diese Fahrzeuge werden gemäß des 2019 angelaufenen Modernisierungsprogramms bis 2026 erneuert. Dabei werden alle 257 Loks und Doppelstockwagen nach knapp 20 Jahren generalüberholt. Die Modernisierungsarbeiten erfolgen im laufenden Betrieb für zwei Monate pro Wagen und Lok. Insofern sind die neuen Loks besonders wertvoll. Sie ersetzen ältere Modelle, die damit schneller modernisiert werden können. In den Wagen werden 24 000 Sitze erneuert, Klapptische mit Laptop-Halterungen, Steckdosen sowie Wlan- und Videotechnik eingebaut.

Metronom verspricht sich viel vom größeren Fahrzeugpool: „Wir würden die Kapazitäten zu den Metropolen Hamburg, Hannover und Bremen gerne erhöhen. Hier sind häufigere Fahrten, zum Beispiel im Halb-Stunden-Takt, sinnvoll und notwendig, um die große Nachfrage bedienen zu können“, so Lorenz Kasch, kaufmännischer Geschäftsführer.

Torsten Frahm, technischer Geschäftsführer des Metronom, betonte in Richtung Politik und DB Netz, dass parallel zu Loks und Wagen auch Gleise, Signale und Oberleitungen verbessert werden müssten: „Mit pragmatischen Lösungen könnten in drei bis fünf Jahren die schlimmsten Engpässe beseitigt sein, bevor die großen, langfristigen Baumaßnahmen irgendwann in ferner Zukunft starten“.

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