Stadt Uelzen sagt Verwilderung der Grünflächen den Kampf an – Saisonkräfte länger im Einsatz

„Master-Plan“ gegen das Unkraut

Nichts für schwache Nerven: Die Lastwagen donnern hupend vorbei, während am Fahrbahnrand Beetpflege betrieben wird – dieses Bild bot sich gestern an der Soltauer Straße. Foto: Wendlandt

tm Uelzen. Unkraut an den Straßenrändern und in den Rundbeeten der Kreisverkehre, verwilderte Flächen um die Bäume: Viele Grünflächen an Uelzens Fahrbahnen machen derzeit keinen guten Eindruck.

„Wir haben in diesem Jahr große Probleme, den Unkrautbewuchs im Straßengrün in den Griff zu bekommen“, räumt Ute Krüger, Sprecherin der Uelzener Stadtverwaltung, ein. Durch die zwei lang anhaltenden Winterperioden mit viel Streusalzeinsatz und das darauffolgende trockene Frühjahr 2011 seien viele Blumen, Bodendecker und Sträucher kaputt gegangen.

Auf den kahlen Böden könne das Unkraut nun ungehindert aufwachsen. Denn genug neue Pflanzen konnte die Stadt in der Frühlingszeit nicht kaufen, da das notwendige Geld durch die späte Freigabe der städtischen Mittel nicht rechtzeitig bereit stand. „Dazu kommt die diesjährige Witterung, die ein extremes Wachstum verursacht hat, was man ja auch im eigenen Garten beobachten konnte“, sagt Ute Krüger. „Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck an der Pflanzenpflege, um diese ortsbildprägenden Bereiche möglichst umgehend zu verschönern“, betont sie.

Um den Arbeitsrückstau einzuholen, beschäftigen die städtischen Betrieblichen Dienste ihre Saisonkräfte für die Grünpflege in diesem Jahr bis zum Dezember, sofern die Witterung das Arbeiten zulässt. Die Verfahrensweisen der Mitarbeiter und die Techniken sollen kurzfristig optimiert werden. „Für den Ortsteil Holdenstedt und die Innenstadt vergeben wir die Aufträge an private Unternehmen“, so Krüger. Zudem setzt sich die Stadt zum Ziel, Pflanzenlücken im nächsten Jahr mit neuen Bodendeckern und Sträuchern zu schließen, damit nicht mehr so viel Unkraut sprießen kann.

Trotz der geplanten „Notmaßnahmen“ gibt die Stadt Uelzen für die Unterhaltung der Straßen- und Grünflächen in diesem Jahr insgesamt nicht mehr Geld aus als vorgesehen. Das sei möglich, weil andere Vorhaben nicht so viel kosten wie ursprünglich veranschlagt, so die Sprecherin.

Die Stadt Uelzen ist für rund 30 Hektar bepflanztes „Straßenbegleitgrün“ verantwortlich – eine Fläche von rund 42 Fußballfeldern. 25 Hektar werden von den Betrieblichen Diensten und teilweise – im Ortsteil Oldenstadt und im Baugebiet Eschenkamp – von privaten Firmen gepflegt. In den 25 Hektar ist die Fläche der Rundbeete in den Kreisverkehren von 3300 Quadratmetern enthalten. Fünf Hektar werden von Paten gepflegt. „Hier kümmern sich Anwohner gegen eine kleine Aufwandsentschädigung um die Pflege“, erklärt Ute Krüger. Interessierte, die ebenfalls Eigeninitiative ergreifen und eine Patenschaft übernehmen möchten, erhalten weitere Informationen unter der Rufnummer (05 81) 8 00 63 70.

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