Maschinenring erwartet erschwerte Zwischenlagerung von Hühnertrockenkot

Der Trend geht zur Gülle

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„Wichtigstes Standbein“ des Maschinenrings ist die Rübe. Die Kampagne 2013 lief für die Mitglieder weitestgehend störungsfrei.

Uelzen/Landkreis. „Das macht die Landwirte langsam mürbe. “ Hartmut König, Geschäftsführer des Maschinenrings Uelzen-Isenhagen, macht aus seinem Unmut keinen Hehl.

Striktere Vorgaben zur Zwischenlagerung von Hühnertrockenkot auf dem Feld und Anfeindungen einiger Anwohner veranlassen die Landwirte bei der organischen Düngung zum Umlenken. Das wurde bei der Mitgliederversammlung des Maschinenrings am Donnerstag deutlich.

Einen Ausbau prophezeit König mit Blick auf 2014 für die Güllevermittlung. Der Grund: Ein Überschuss vor allem an Mastschweingülle im nordwestlichen Niedersachsen zwingt die Landwirte dort zum Export in Gebiete mit weniger Viehhaltung wie den Landkreis Uelzen – und zwar ohne Kosten für die Anlieferung. „Das rechnet sich dann trotz des geringen Nährstoffgehalts für die Landwirte hier“, erklärt König auf AZ-Nachfrage. Erste Verträge zur Einfuhr seien bereits gemacht.

„Wichtigstes Standbein“ des Maschinenrings ist die Rübe. Die Kampagne mit der Zuckerpflanze machte 2013 rund 58 Prozent des Gesamtumsatzes in Höhe von 12 092 000 Euro aus. „Wir hatten eine weitestgehend unfallfreie Kampagne“, so König, „bei guten Bedingungen.“ Im vergangenen Jahr wurden 690 732 Tonnen reine Rüben ins Werk geliefert – und zwar zu 92 Prozent mit dem Lkw. König beklagte die „eher negative Darstellung“ der konventionellen Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. Mit dem Beispiel der Umstellung in der Rübenabfuhr vom Schlepper zum Lkw hielt er dagegen. Man habe so durch höhere Ladungsgewichte die Zahl der Fuhren pro Woche um 245 verringern können. In der Folge ergäben sich ein niedrigerer Dieselverbrauch und eine geringere Verkehrsbelastung. König: „Moderne Landwirtschaft und Umweltschutz ist für mich kein Gegensatz.“

Apropos moderne Landwirtschaft: Als Trend für die Zukunft wurde die grafische Auftragsplanung über das Programm „Farmpilot“ ausgewiesen. Die Internet-Software soll eine bessere Datenübersicht ermöglichen und die Dokumentation sowie Planung von Arbeitsabläufen erleichtern, wie Uwe Otte vom Maschinenring ausführte. Denn: „Die Agrarverwaltung verlangt ja immer mehr Dokumentation.“

Von Anna Petersen

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