Marktstraßen-Kreuz als attraktiver Mittelpunkt

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Nach dem Aus für den Testversuch Fußgängerzone Veerßer Straße diskutiert die Arbeitsgruppe Innenstadt jetzt neue Varianten.

mr Uelzen. Nach dem gescheiterten Testversuch einer Fußgängerzone soll die Diskussion über die künftige Gestaltung der Veerßer Straße in diesem Monat wieder Fahrt aufnehmen. Das Rathaus hat jetzt die Mitglieder der Projektgruppe Innenstadt für den 22. Februar zu einer nächsten Sitzung eingeladen. Neben den Vertretern aus Ratsfraktionen und Verwaltung, Handelsverein, SoVD, Landfrauen sowie Haus und Grund wird dann erstmals die Initiative Veerßer Straße dabei sein, erklärt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull.

„Wir wollen erste Ideen sammeln, wie die endgültige Ausgestaltung aussehen könnte“, umreißt Scheele-Krogull den Ansatz, mit dem der Gesprächsfaden wieder aufgenommen werden soll. Die Arbeitsgruppe hatte auf zahlreichen Sitzungen im ersten Halbjahr 2010 eine Lösung erarbeiten wollen, konnte sich aber auf keine einhellige Empfehlung einigen. Der daraufhin vom Stadtrat im Juni mit knapper Mehrheit beschlossene einjährige Testversuch als Fußgängerzone stoppte die Kommunalpolitik im Oktober nach knapp 100 Tagen.

Die Einzelhändler der Straße hatten sich kurz zuvor zu einer Initiative zusammengeschlossen und einen massiven Einbruch der Attraktivität und damit eingehende Umsatzverluste beklagt.

Scheele-Krogull geht nunmehr nicht mehr von einer autofreien Lösung in der Veerßer Straße aus. Es gelte jetzt, die Gestaltung für den Tempo-10-Bereich zwischen der Einmündung Turmstraße und dem Alten Rathaus festzulegen. Der Baudezernent setzt insbesondere darauf, dass sich die Eingangszonen in die verkehrsberuhigte Geschäftsstraße deutlich abheben. Mit Blick auf die Umbauten im Alten Rathaus und dem dort künftig geplanten gastronomischen Außenbereich soll nach seinen Vorstellungen das Marktstraßen-Kreuz „eine größere Aufenthaltsqualität bekommen“.

Im Haushalt der Stadt sind weiterhin 200 000 Euro für die Umgestaltung der Veerßer Straße veranschlagt. Das Geld, das zu 75 Prozent aus Ziel-1-Mitteln der EU kommen soll, werde bei der Absage an einer Fußgängerzone nicht vollständig für die Veerßer Straße benötigt, überschlägt der Stadtplaner. Er geht davon aus, dass davon auch erste Veränderungen in der Lüneburger und Gudesstraße finanziert werden können.

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