Verwaltung spricht sich für einen Aldi aus

Marktcenter: „Am Markt gescheitert“

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Das neue Konzept für das Marktcenter: Den meisten Platz hat im Erdgeschoss Aldi mit 1200 Quadratmetern. Dazu kommen 4000 Quadratmeter für Rewe im 1. Obergeschoss.

Uelzen. „Unser Ziel, einen Elektronikfachmarkt und damit ein echtes Zugpferd in das Marktcenter zu bekommen, haben wir nicht erreicht“, bilanzierte Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt gestern in einem Pressegespräch die nicht öffentliche Sitzung des Bauausschusses.

Dort hatte der Investor HBB ausführlich erläutert, warum er jetzt neben Rewe einen Aldi-Markt in das Einkaufszentrum einquartieren will.

Knackpunkt des Verfahrens: Der Investor muss nachweisen, dass er alles versucht hat, einen Elektromarkt für das Marktcenter zu gewinnen. Wenn diese Mühe vergeblich war, dürfte er Alternativen suchen. „Nach unserer Einschätzung hat HBB alles versucht, das Vorhaben ist nachweislich an der veränderten Marktsituation gescheitert, die eine solche Ansiedlung einfach nicht mehr hergibt“, so der Bürgermeister.

Der Fachanwalt der Stadt hat deshalb geraten, eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes vorzunehmen, die Verwaltung schließt sich dieser Empfehlung an. Und die Politik, in der das Thema gerade beraten wird, muss wohl zähneknirschend ihre Zustimmung geben: „Alles andere wäre ein unwägbares Risiko“, sagt Stefan Hüdepohl (CDU), der selbst Rechtsanwalt ist.

Allerdings habe er noch bei einigen Punkten Bedenken, was die Zusammensetzung der anderen Bekleidungsgeschäfte angeht. „Da würden wir gerne nachverhandeln“. Doch letztlich haben darauf weder Stadt noch Politik Einfluss, erklärt Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull: „Das ist dem Investor überlassen.“

Die Politik werde jedenfalls aus den Vorgängen rund um das Marktcenter seine Lehren ziehen, versichert Hüdepohl: „Der Fall zeigt, dass wir künftig bei den Kündigungsbedingungen solcher Projekte strikter sein müssen.“

Von Thomas Mitzlaff

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