HBB verhandelt mit Discounter / Stadt wartet auf Konzept

Marktcenter-Investor flirtet mit Aldi

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Der Neubau des Marktcenters am Veerßer Tor geht zügig voran. Schleppend hingegen läuft die Suche nach einem zweiten Ankermieter. Laut Bürgermeister verhandele der Investor mit einem Discounter. Der ist aber laut Ausschreibung nicht vorgesehen.

Uelzen. Dass der Disounter Aldi ein Auge auf das Marktcenter als möglichen Standort in der Stadt geworfen hat, tat er bereits kund.

Mittlerweile verhandeln die Hanseatische Betreuungs- und Beteilligungsgesellschaft, der Investor des Marktcenters, und der Mühlheimer Handelskonzern. über die zweite noch verfügbare große Fläche. Im Obergeschoss will sich bekanntlich Rewe niederlassen. Das sagte Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt gestern Morgen im Rahmen einer turnusmäßigen Pressekonferenz.

Das Ausschreibungskonzept sieht nach wie vor die Ansiedlung eines Elektronikmarktes vor. Ein potenzieller Nutzer aus dem Segment ist aber weit und breit nicht mehr in Sicht. Und die Uelzener Politik will Aldi nicht im Marktcenter wissen. Das habe die Stadtverwaltung der HBB auch signalisiert, sagte Markwardt. „Wir können der HBB aber nicht vorschreiben, mit wem sie verhandelt.“

Vielmehr sei es am Ende am Stadtrat darüber zu entscheiden, ob das von der HBB vorgelegte Konzept so umgesetzt wird oder eben nicht.

Wann die Hamburger Investoren das Papier präsentieren sollen oder müssen, darüber existiere keine Vereinbarung. „Aber es sollte vor der Eröffnung vorliegen“, sagte der Bürgermeister gestern. Fänden die Ansiedlungsvorstellungen der HBB keine Zustimmung beim Rat, sei eine juristische Auseinandersetzung mit HBB die Folge, so Markwardt. Und das vermutlich verbunden mit Leerstand gleich zur geplanten Eröffnung des Marktcenters im kommenden Frühjahr.

Markwardt sagte auch, dass bei der Formulierung der Ausschreibung, Elektronikfachmärkte landauf, landab entstanden seien. Nun hätte die Branche ihre Niederlassungsstrategie geändert, so Markwardt. „Es ist für die Zukunft sicher sinnvoller, solche Ausschreibungen nicht so punktuell zu formulieren.“

Von Jens Schopp

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