Manege frei für kleine Stars

Viel Applaus ernteten die Kinder für ihren gelungenen Zirkus-Auftritt im DRK-Mehrgenerationenzentrum. Eine Woche lang hatten sie dafür bei einem Ferien-Workshop geprobt.

Uelzen - Von Dominik Kremeike. Einradfahren, Jonglieren, Zaubertricks lernen, bei der Aufführung des Aschenputtel-Märchens mitmachen, sich als Clown, Akrobat oder Dompteur betätigen: Es war ein abwechslungsreiches Programm, das die Kinder in der vergangenen Woche beim fröhlichen Ferien-Workshop im DRK-Mehrgenerationenzentrum Uelzen lernten. Eine Woche lang schnupperten sie – unter professioneller Anleitung – in die Zirkuswelt hinein und führten schließlich am Sonnabend das Erlernte vor zahlreichen Zuschauern vor.

Die Veranstalter, Annette Denkena vom DRK und Linda Rommel von der Freiwilligen-Agentur Region Uelzen, hatten die Idee zu diesem Workshop schon im Juni. Erwartet wurden etwa 20 Kinder mit Eltern. Doch diese Zahl wurde bei weitem übertroffen: Letztendlich waren rund hundert Eltern, Großeltern und Kinder da.

Sowohl die Mädchen und Jungen als auch die Betreuer und die übrigen Beteiligten hatten viel Spaß bei dem Workshop. Besonders bemerkenswert: Die Altersspanne reichte dabei von 6 bis 85 Jahren. Die Kinder lernten unter anderem von jungen Sportjongleuren und Zauberkünstlern.

Die Stimmung war sehr gut. Obwohl sich die Kinder vorher nicht kannten, harmonierten sie gut miteinander, arbeiteten voller Eifer und Konzentration, lobten die Betreuer. Die Senioren der Malgruppe hatten ihren Spaß daran, etwas für die Kinder zu tun und auch die Betreuer waren positiv gestimmt.

Die siebenjährige Luzie Eisenhardt hatte ihren Auftritt mit Tellerdrehen und Jonglieren. Sie fand, dass die Probenwoche sehr schnell vergangen ist. Von der netten und kompetenten Betreuung zeigte sie sich begeistert: Sie kann jetzt jonglieren, hat aber auch bei anderen Aktivitäten mitgemacht. Überrascht war sie, dass, obwohl sie am Anfang niemanden kannte, sie sich mit den anderen Kindern gut verstand.

Die beiden Jongleure und Einradfahrer Jennifer Matthiesen und Dennis Prusczinski waren als Helfer dabei. Der Vorsitzende der Dreilinger Sport-Jongleure, Wilhelm Johannes, führte die beiden an die Sache heran. ,,Es gab ein paar Querschläger, aber im Großen und Ganzen war das eine runde Sache. Wir wurden freundlich behandelt und es war alles gut durchorganisiert“, berichteten die Nachwuchs-Jongleure begeistert.

Den Anfang bei der Vorführung am Sonnabend machte die Uelzener Band „The Sharks“, die die zahlreich erschienenen Zuschauer mit stimmungsvollen Songs von Johnny Cash und Lynyrd Skynyrd, unter anderem „Sweet Home Alabama“, auf die Aufführung einstimmten. Die Jongleure waren die ersten Artisten, die die Zuschauer mit Tellerdrehen und Jonglage begeisterten. Es folgte eine Dompteur-Nummer, bei der die Kinder in Tierrollen schlüpften. Danach wussten die kleinen Zauberer die Anwesenden unter anderem mit Seiltricks in ihren Bann zu ziehen.

Für große Erheiterung sorgte das von den Kindern vorgetragene Märchen „Aschenputtel“, bei dessen Aufführung vor allem die einsilbige Hauptfigur und der eitle Prinz glänzten. Auch die Akrobaten und Einradfahrer hatten ihren großen Auftritt. Zum Schluss war auch das Publikum noch einmal gefordert, denn die Musiker von den „Sharks“ brachten sie mit ihrer Darbietung von „Knocking on Heavens Door“ mit Leichtigkeit dazu, mitzuklatschen und mitzusingen.

„Dieses war das erste große Event in diesem Rahmen. Obwohl ein genauer Termin noch nicht feststeht, macht dieser Erfolg Mut, so etwas noch einmal zu planen“, zog Linda Rommel am Sonnabend ein rundum positives Fazit des Zirkus-Projekts.

Mit einer Spende unterstützt wurden die Initiatoren von der Sparkasse Uelzen-Lüchow Dannenberg. Räumlichkeiten fanden die Kinder und ihre Betreuer im nahe gelegenen Hort. Weitere Unterstützung gab es von einer Computer- und einer Malgruppe sowie von ehrenamtlichen Helfern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare