Uelzen soll attraktiver werden

Sie machen Werbung für die Hansestadt

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Lokale Kräfte zu bündeln ist das Ziel vom Interimsleiter des Stadtmarketings, Christopher Siebe (29), und Uelzens Stadtmanagerin Katharina Dundler (28).

Uelzen soll in den kommenden Jahren noch attraktiver für Neubürger und Unternehmen werden. Dazu sollen verschiedene Projekte beitragen.

AZ-Redakteurin Sandra Hackenberg sprach mit der neuen Stadtmanagerin Katharina Dundler und dem Interimsleiter des Stadtmarketings, Christopher Siebe von der GLC, über die Ziele.

Frau, Dundler, wie wird man Uelzens Stadtmanagerin?

Ich habe Wirtschaftswissenschaft in Göttingen und Antwerpen studiert und anschließend bereits im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungskonzeption gearbeitet. Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht und kannte das Projekt in Uelzen, weil man in unserer Branche natürlich gut vernetzt ist.

Ich war auch vorher schon privat in Uelzen und Umgebung und wusste, dass die Stadt eine wirklich gute Kulturszene mit Theater und vielfältigen Veranstaltungen zu bieten hat und davon eine positive Energie ausgeht. Das gilt es, weiter auszubauen. Darüber hinaus wollen wir den Bereich Innenstadt und Einzelhandel stärken. Wir werden aktiv auf die Akteure der Innenstadt zugehen. Dabei ist es unser Ziel, die Aktivitäten der Geschäftsinhaber zu bündeln und so eine starke Einheit in Uelzens Einzelhandel zu erreichen.

Herr Siebe, Sie leiten das Stadtmarketing-Projekt interimsweise, bis ein Leiter gefunden wird. Warum ist das notwendig?

Beim Aufbau eines Marketingkonzepts für die Hansestadt war ich von Beginn an dabei, habe von der Recherche bis hin zu Treffen der Arbeits- und Lenkungsgruppen alles mitgemacht. Es macht mir Spaß, nun auch bei der Umsetzung dabei zu sein. Neben dem Aufbau eines Stadtmarketing-Büros sieht die Vorbereitung auch die Stellenausschreibung eines Leiters vor.

Wir wollen da aber keinen Schnellschuss machen, sondern in Abstimmung mit der Stadt einen Kandidaten finden, der charakterlich und menschlich nach Uelzen passt und bereits Erfahrung im Stadtmarketing hat. Jemand, der bereits in seiner Stadt Dinge erfolgreich angestoßen und etwas bewegt hat.

Was hat Uelzen, das andere Städte nicht haben?

Dundler: Uelzen liegt zentral in der Metropolregion Hamburg und ist auch von Braunschweig und Hannover aus schnell zu erreichen – sowohl auf dem Wasserweg als auch über den Schienenverkehr mit dem tollen Bahnhof. Trotzdem haben wir den ländlichen Raum der Lüneburger Heide.

Derzeit gibt es viele Diskussionen über die Zukunft des Hundertwasser-Bahnhofs...

Siebe: Zu den politischen Diskussionen um den Bahnhof können wir nichts sagen. Wir glauben aber, dass er nach wie vor eine Attraktion für Touristen ist.

Wie soll der Standort Uelzen beworben werden?

Siebe: Aushängeschild ist klar das überregionale Kulturleben. Wir haben ja nicht nur das Open R, sondern auch andere Großveranstaltungen und kulturelle Highlights. Dundler: Uelzen kann zudem mit der zentralen Lage in der Metropolregion Hamburg punkten und ist sehr gut über Schiene und Wasser und zumindest gut über die Straße zu erreichen.

Ferner ist Uelzen sehr familienfreundlich und bietet gute Wohnangebote in naturnaher Lage. Siebe: Was wir natürlich auch nicht vergessen dürfen, ist die starke Wirtschaft, vor allem in den Bereichen Ernährung und Gesundheit.

Wie können sich die Bürger mit ihren Ideen in das Projekt einbringen?

Siebe: Wir haben bereits in der Konzeptionsphase mitbekommen, dass sich die Uelzener stark für ihre Stadt engagieren. So sind bereits die ersten Starterprojekte aus den Ideen der Bürger und der lokalen Akteure entstanden. Wichtig ist, diese gemeinsam weiterzuentwickeln und im Gespräch zu bleiben. Jeder, der bis jetzt nicht bei den Stadtmarketing-Treffen dabei war, ist herzlich eingeladen, sich mit seinen Ideen zu beteiligen.

Dundler: Wir sehen unsere Rolle in diesem Prozess als Mittler. Wir sind quasi Brückenbauer, die die verschiedenen Akteure in der Stadt vernetzen, sei es im Bereich der Fachkräftegewinnung für der Uelzener Wirtschaft, bei der schon angesprochenen Bündelung der Aktivitäten in Einzelhandel und Innenstadt sowie bei der Koordination und Absprache bezüglich der kulturellen Angebote. Das hat in den vergangenen Monaten bereits sehr gut geklappt. Wir sind bei den Starterprojekten gemeinsam auf sehr gute Ideen gekommen, sodass wir ab Ostern mit den lokalen Akteuren die ersten Dinge anstoßen können.

Was sind die nächsten Schritte?

Siebe: Wir haben in den vergangenen Monaten Starterprojekte mit verschiedenen Prioritäten und Zeitplänen erarbeitet. Beim nächsten Treffen der Arbeitsgruppe soll über diese Projekte final entschieden werden. Es soll dann im Juni eine Beilage in der AZ geben, in der wir unser Projekt Stadtmarketing, die Arbeits- und Lenkungsgruppen und natürlich uns beide vorstellen wollen. In dieser Beilage werden wir dann auch über konkrete Ziele und angestoßene Projekte sprechen.

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