Brief an Regionaldirektion: Bürgermeister fordert Erhalt der Agentur Uelzen

Lukat lässt nicht locker

Otto Lukat

Uelzen/Landkreis. Auch eine Woche, nachdem die Bundesagentur für Arbeit bekannt gegeben hat, die Agenturen Uelzen und Lüneburg-Harburg 2012 zu fusionieren, ist die Enttäuschung bei Uelzens Bürgermeister Otto Lukat groß.

Jetzt hat der Rathaus-Chef einen Brief an die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur geschrieben. Darin bittet Lukat den Vorsitzenden der Regional-Geschäftsführung, Klaus Stietenroth, eindringlich, sich für den Erhalt des Agentur-Standortes Uelzen einzusetzen.

Er habe die Entscheidung, die Bezirke zusammenzulegen, „mit großem Unverständnis aufgenommen“, schreibt Lukat. Diese Lösung, die überraschend auch den Kreis Harburg umfasst, weicht vom ursprünglichen Vorschlag der Bundesagentur ab. Deren Pläne sahen bislang ein Agentur-Bündnis der Kreise Uelzen, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg vor. Der neue Großbezirk werde „zu Lasten des ländlichen Raumes mit den besonderen Struktur- und Arbeitsmarktproblemen der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg“ gehen, befürchtet Lukat.

Der Arbeitsmarkt in Harburg und Lüneburg sei geprägt durch die Dynamik Hamburgs. Beide Kreise seien daher nicht auf eine so enge Bindung und Betreuung der Leistungsbezieher angewiesen wie der Raum Uelzen/Lüchow-Dannenberg. Dieser käme „in diesem Konstrukt dann allenfalls als ,Randproblem‘ zur Geltung“, so Lukat.

„Wenn sowohl für Winsen als auch für Uelzen ein Standort Lüneburg zumutbar ist, dann sicher nur aufgrund der modernen Kommunikationsmittel und der vorhandenen Verkehrsanbindungen“, erklärt Lukat mit Blick auf den Metronom. Die gleichen Kriterien könnten seiner Ansicht nach aber ebenso für Uelzen als Hauptsitz des neuen Agenturbezirkes angeführt werden. Zudem sieht der Bürgermeister die Notwendigkeit, „gerade in unserem strukturschwachen Raum in besonderer Weise tätig zu werden“.

Lukats Fazit: Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Harburg und Lüneburg unterscheide sich deutlich von der Uelzens und Lüchow-Dannenbergs. „Spätestens bei der Frage des Sitzes der künftigen Behördenleitung muss dieses dann berücksichtigt werden.“

Von Bernd Schossadowski

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