Zutrittsverweigerung "nicht ohne Grund" (Update)

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Uelzens Bürgermeister Otto Lukat fordert eine Enschuldigung von den Veranstaltern der HEG-Vorfreude-Party. Dort sollen zahlreiche ausländisch aussehende Besucher nicht hereingelassen worden sein.

mr Uelzen. Bürgermeister Otto Lukat erwartet von den Veranstaltern der Party deutliche Worte. "Dass sie sich ernsthaft entschuldigen, ist das Mindeste", wenn man davon ausgehe, dass es sich um Einzelfälle gehandelt habe, betont das Stadtoberhaupt.

"Ich verurteile das zutiefst", erklärt Erster Stadtrat Jürgen Markwardt, der im Vorstand des Projekts "Diverse City" aktiv ist. "Diverse City" versucht, die kulturelle Vielfalt in der Stadt zu unterstützen. Sollte es zu einem systematischen Ausschluss gekommen sein, "wäre das ein Skandal", bekräftigt Markwardt. Die Stadtspitze verfolgt den Vorfall sehr genau und versucht sich über verschiedenste Beteiligte ein umfassendes Bild zu machen.

Update (22.02.2011, 15.32 Uhr): Derweil weist der Veranstalter gegenüber der AZ daraufhin, dass Polizeibeamte den Ablauf der Abi-Vorfreude-Party verfolgt hätten: „Wenn da etwas nicht in Ordnung gewesen wäre, hätten die Polizisten ja eingreifen können oder sogar müssen.“ Eine Erklärung, die Kripochef Jan-Olaf Albrecht entschieden zurückweist: „Wir sind dort präsent, um die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu überwachen und Straftaten zu verhindern.“ Für den ordnungsgemäßen Verlauf der Veranstaltung seien primär der Veranstalter und die von ihm beauftragten Sicherheitskräfte veranwortlich.

„Wenn die Security bei der Wegweisung von Gruppen junger Männer, die sie für mögliche Störer hält, dies simplifiziert an dem Begriff Ausländer festmacht, muss sie dies selbst verantworten“, so Albrecht. Der Betreiber der Stadthalle betont im AZ-Online-Forum, dass sowohl deutschen als auch ausländischen Mitbürgern der Zutritt verweigert worden sei und dies "nicht ohne Grund und schon gar nicht aus rassistischen Gründen".

Weiter heißt es: "Vielmehr gab es die ganz klare Anweisung von Seiten der Stadthallenführung, potenzielle Störenfriede, Betrunkene und Jugendliche unter 16 Jahre, aus Sicherheitsgründen, aufgrund der Jugendschutzgesetze und nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit, den Zutritt zur Stadthalle zu verwehren, OHNE Ansehen der Person.

Sollte es tatsächlich ohne Grund zu einzelnen, verbalen Entgleisungen gekommen sein, so entschuldigen wir uns selbstverständlich dafür und werden, sobald bekannt ist welcher der „Türsteher“ sich im Ton vergriffen hat,um Aufklärung bitten und ggf. die entsprechende Maßnahmen ergreifen."

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