„Vergaberechtlich keine andere Chance“

Uelzen: Nicht angeschaffte Luftfilter wieder ein Thema - Schulausschuss diskutiert

Der Kreis schaffte keine Luftfilter für fünfte und sechste Klassen an. Das war nochmals Thema im Schulausschuss.
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Der Kreis schaffte keine Luftfilter für fünfte und sechste Klassen an. Das war nochmals Thema im Schulausschuss.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Die nicht angeschafften Luftfilter für die weiterführenden Schulen waren nun noch einmal Thema im Kreis-Schulausschuss. Grünen-Vertreter Heiner Scholing sprach es an. Die Kreisverwaltung erklärte, man habe keine andere Möglichkeit gehabt.

Uelzen/Landkreis – Die Grünen im Uelzener Kreistag hatten angekündigt, die Luftfilter für weiterführende Schulen im Landkreis noch einmal zur Sprache bringen zu wollen. Wie berichtet, endete eine Ausschreibung für Geräte für die fünften und sechsten Klassen damit, dass keine angeschafft worden waren. Am Donnerstagabend in der Sitzung des Schulausschusses war es Grünen-Vertreter Heiner Scholing, der zum Ausbruch brachte, dass er in der Sache irritiert sei. Am gleichen Tag, an dem für Uelzen erklärt worden sei, dass hier nach der Ausschreibung keine Geräte angeschafft würden, sei im Landkreis Lüneburg berichtet worden, dass dort 50 Luftfilter bestellt seien. „Da drängt sich die Frage auf: Was ist hier anders als in Lüneburg?“, so Heiner Scholing.

Die unter anderem für Schulen zuständige Dezernentin Dr. Julia Baumgarten sagte, dass ein Vergleich nicht möglich sei. Für Uelzen seien kleinere mobile Luftfilter-Anlagen ausgeschrieben gewesen. Indes setze Lüneburg auf „Riesen-Kühlschränke“. Das sei etwas gänzlich anderes.

Die Uelzener Kreisverwaltung hatte im Oktober erklärt, dass keines der Geräte aus den Angeboten die geforderte Leistung zur Luftreinigung erbracht hätte. Oder aber sie wären – wenn die Leistung gestimmt hätte – zu laut für den Unterricht gewesen. Baumgarten: „Vergaberechtlich hatten wir keine andere Chance“.

Die Dezernentin war es auch, die zu Beginn der Sitzung noch einmal Zahlen zur Infektionslage in Bezug auf die Schulen nannte. Demnach waren – Stand Donnerstagmorgen – 34 Schüler infiziert, und das bei einer Gesamtzahl von 11 655 Schülern im Landkreis. Sie sagte: „Die Schulen sind nicht Treiber der Pandemie.“

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