Luftballons mit guten Wünschen – Uelzen ist Hansestadt!

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tm Uelzen. Um 16.24 Uhr lassen hunderte Uelzener rote und weiße Luftballons vom Herzogenplatz aus in den Himmel steigen und schicken ihre Stadt mit diesen Farben der Hanse symbolisch auf die Reise in die Zukunft als Hansestadt.

Denn seit gestern darf sich Uelzen offiziell so nennen. Zuvor hatte Innenminister Boris Pistorius in einem Festakt im Rathaus die Ernennungsurkunde an Bürgermeister Jürgen Markwardt übergeben.

„Historischer Moment für die Stadt“

Das neue Logo der Hansestadt Uelzen: Es zeigt das goldene Schiff, Dynamik wird durch den angedeuteten Kreis erzeugt. Rot ist die Farbe der Hanse, mit der Farbe blau soll die Verbindung zum Stadtwappen und alter Tradition geschaffen werden.

Man solle mit dem Begriff zwar vorsichtig umgehen, „aber dies ist durchaus ein historischer Moment für die Stadt“, freute sich Uelzens Bürgermeister gestern Nachmittag im vollbesetzten Ratssaal. Denn seit nunmehr 642 Jahren ist Uelzen im Hansebund präsent, seit gestern nunmehr darf sich die Uhlenköperstadt auch offiziell mit dem Titel „Hansestadt“ schmücken. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius überreichte bei einem Festakt die Urkunde.

Freude bei Bürgermeister Jürgen Markwardt, als Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ihm gestern die Urkunde übergab: Uelzen ist jetzt Hansestadt.

„Uelzen erfüllt in jeder Hinsicht die Voraussetzungen für den Titel einer Hansestadt“, betonte der Gast aus Hannover. „Die hanesatischen Wurzeln sind im gesamten Stadtbild deutlich sichtbar“, sagte Pistorius und verwies auf die St.-Marien-Kirche, die Propstei oder etwa das Gildehaus. Man sei sich natürlich bewusst, dass man nicht einer der „Großen“ im Konzert der Hansestädte sei, übte sich Markwardt in Bescheidenheit und verglich den Hansebund mit einem Uhrwerk: „Lübeck könnte da das Ziffernblatt sein, Hamburg das große Pendel und wir sind ein kleines, aber wichtiges Zahnrad“.

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Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe, zugleich Vormann des Städtebundes „Die Hanse“, mochte das mit dem „klein“ nicht so stehen lassen: „Uelzen war vielleicht nicht die größte, aber es gibt eine ganze Menge kleinerer Hansestädte“, sagte er in seinem launigen Grußwort und erläuterte, warum die Hanse mit ihren Werten auch noch nach 800 Jahren noch ihre Bedeutung habe: „Wir sprechen von Weltoffenheit, Toleranz, Respekt voneinander, Handel miteinander und Solidarität.“ [...]

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