Getränke-Mix mit Ecstasy hergestellt?

Rettungseinsatz mit zehn Kindern und Jugendlichen nach Konsum von Mix-Getränk in Lüchow

Rettungswagen
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Sechs betroffene Personen mussten sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.
  • Michael Koch
    VonMichael Koch
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Ein „medizinischer Rettungseinsatz“ war am Freitagnachmittag in Lüchow nötig, nachdem bei einer Feier ein Mix-Getränk konsumiert wurde.

pm Lüchow – Wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt die Polizei nach Feierlichkeiten mehrerer Jugendlicher und Kinder in Lüchow. Der Vorfall ereignete sich am Freitagnachmittag, 8. Oktober, im Außenbereich des Schulwegs.

Im Rahmen einer Party am Sportplatz konsumierten nach bisherigen Ermittlungen zehn weibliche und männliche Personen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren ein Getränk mit möglicherweise Ecstasy darin. Bis zu 25 Personen im Kindes- und Jugendalter waren Gäste der Geburtstagsfeier, bei der auch Alkohol konsumiert wurde. Im Verlauf hatte vermutlich ein Jugendlicher das Getränk gemixt und in einer Gruppe von zehn Personen umhergereicht.

Die jungen Konsumenten wirkten schnell desorientiert und erbrachen sich. Alarmierte Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei waren ab 17 Uhr im Einsatz und kümmerten sich um die Erstversorgung der teilweise stark schwankenden Jugendlichen. Durch den Rettungsdienst wurde eine Sammelstelle auf einem nahegelegenen Parkplatz für die Betroffenen eingerichtet. Mehrere Rettungswagen waren vor Ort, unter anderem die Schnelle Eingreifgruppe des DRK. Die betroffenen zehn Kinder und Jugendlichen wurden medizinisch versorgt; sechs Personen wurden anschließend in umliegende Krankenhäuser nach Dannenberg, Uelzen und Salzwedel verbracht. Zwei 13 und 14 Jahre alte Mädchen wurden auf Intensivstationen aufgenommen.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte der vermeidliche Verursacher des Mixgetränks, ein 16-Jähriger aus der Region, ermittelt und angetroffen werden. Er wurde wie alle anderen Minderjährigen den Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Beamten veranlassten noch am Abend einer Sicherstellung des Blutes mehrerer Betroffenen und stellte parallel die Alkoholisierung der Kinder und Jugendlichen fest, die zwischen 0,1 und 1,4 Promille (Atemalkoholwert) lagen. Die weiteren Ermittlungen – auch bezüglich weiteren Drogenkonsums – dauern an.

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