Liestmann zu Lovemobilen: Hinweise zur Jugendgefährdung reichen für Antrag

Kreis verteidigt Vorgehen

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Sind die Tage der Lovemobile entlang der B 4 zwischen Suderburg und Breitenhees gezählt? Die Polizeidirektion Lüneburg prüft auf Antrag des Kreises, ob ein Sperrgebiet ausgewiesen wird.

Uelzen/Landkreis. Es bedarf keines Beschlusses der Politik, damit die Kreisverwaltung in Sachen „Lovemobile“ tätig werden kann. Das betonte gestern der erste Kreisrat Uwe Liestmann auf AZ-Nachfrage.

Wie berichtet, hatte der Landkreis bei der Polizeidirektion Lüneburg eine Überprüfung beantragt, ob die Wohnwagen entlang der B4, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten, den Jugendschutz oder den öffentlichen Anstand gefährden. Im Fall einer Gefährdung könnte eine Sperrzone für Lovemobile eingerichtet werden. Dafür war die Kreisverwaltung vom SPD-Kreistagsfraktionschef Jacques Voigtländer kritisiert worden, der fragte, woher der Landrat die Rechtsgrundlage für sein Handeln nehme. „Wir bewegen uns im Rahmen gesetzlicher Vorschriften“, sagte Liestmann als Begründung. Wenn der Eindruck bestehe, dass der Jugendschutz gefährdet sei, habe der Landkreis zu reagieren, um Schlimmeres abzuwenden.

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Von Norman Reuter

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