Keine Reservierung in „Sardinen-Zügen“

Lieblingsplatz kostenlos: Metronom reaktiviert Angebot für Stamm-Fahrgäste

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Keine Sitzplatzsuche, kein Stehen im Gang: Der Metronom bietet seinen Stammkunden wieder eine kostenlose Platzreservierung an – allerdings nicht für alle Pendlerzüge.

Uelzen. Pendler vor allem nach Hamburg kennen das jeden Morgen und Abend: Spätestens in Bienenbüttel ist der Metronom knackevoll und zurück aus der Elbmetropole muss man nach einem langen Arbeitstag im Zug auf dem Gang stehen. Damit soll es jetzt laut Metronom vorbei sein.

Wer täglich dieselben Verbindungen nutzt und eine Zeitfahrkarte besitzt, kann sich ab sofort einen Sitzplatz kostenlos reservieren – das Uelzener Eisenbahnunternehmen führt die so genannte Stammplatzreservierung wieder ein. Ab sofort sind Online-Reservierungen möglich.

Schon vor Jahren hatte Metronom dieses Angebot für Pendler bereitgehalten. Doch dann gab es technische Probleme, die das System für mehr als zwei Jahre lahmlegten. „Nun sind die technischen Hürden gemeistert, das neue System ist einfacher und komfortabler für alle Fahrgäste“, sagt Metronom-Pressesprecher Björn Pamperin.

Wer künftig jeden Morgen auf „seinem“ Platz sitzen möchte, braucht zunächst eine Monats- oder Jahreskarte. Denn dieser Service richtet sich ausschließlich an die Stammkunden des Metronom. Unter www.metronom.de wählt man dann seine tägliche Strecke, den Zeitraum, Wochentag und Abfahrtszeit heraus. Dann müssen noch die persönlichen Daten eingegeben und die Reservierungsbestätigung ausgedruckt werden. Dann leuchtet in Wagen 4 der gebuchten Verbindung die Reservierung über dem Sitz auf.

Zur festen Buchung muss sich der Fahrgast im Zug seine Reservierung noch bestätigen lassen, indem er die Bestätigung beim Fahrgastbetreuer einscannen lässt. Dann ist der Stammplatz gebucht. „Nicht bestätigte Reservierungen werden nach sieben Tagen wieder gelöscht“, erläutert Pamperin.

Pro Zug stehen etwa 50 Plätze für eine Reservierung zur Verfügung – immer in Wagen 4. Wer also keine Reservierung hat, sollte sich in einem anderen Waggon um einen Sitzplatz bemühen. Ein Wehrmutstropfen: Besonders volle Züge – die so genannten Sardinenzüge – wurden von einer Reservierung vorerst ausgenommen. Gründe dafür wurden nicht genannt.

Von Thomas Mitzlaff

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