58-jähriger Freier wegen unechten 100-Euro-Scheins vor Gericht / Schuld nicht bewiesen

Liebesdienst mit Falschgeld bezahlt

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Echt oder unecht? In einem Uelzener Bordell wurde ein falscher 100-Euro-Schein entdeckt.

Uelzen. Nach den Liebesdiensten einer Prostituierten hat ihr Freier mit einem 100-Euro-Schein bezahlt – doch der wurde als Falschgeld entlarvt und zu einem Fall für die Polizei und gestern auch für das Amtsgericht Uelzen.

Dort wurde einem 58-jährigen Mann vorgeworfen, wissentlich Falschgeld in Umlauf gebracht zu haben. Da dem Gericht jedoch Beweise dafür fehlten, wurde der Angeklagte gestern freigesprochen.

Vereinbart waren für den halbstündigen Service einer Prostituierten am 1. Mai in einem Uelzener Bordell 80 Euro, schilderte der 58-Jährige. Er überreichte der 20-Jährigen einen Hunderter, mit dem sie in ein Hinterzimmer verschwand. Kurz darauf kam sie mit ihrem Freund zurück in den Raum und erklärte, dass der Geldschein nicht echt sei. „Ich habe nicht gewusst, dass es Falschgeld ist“, habe der Freier gesagt, so die 20-Jährige in ihrer Vernehmung, und aus Scham vor der Alarmierung der Polizei habe er angeboten, stattdessen mit seinem Ring oder einer Uhr zu bezahlen.

Nach Prüfung des Beweisstücks stellte Richter Rainer Thomsen gestern fest, dass lediglich an einer Seite des Papiers zu fühlen sei, dass es sich um Falschgeld handelt. Selbst bei der Bank sei der Fehler mit einem Ultraschallgerät nicht zu erkennen gewesen. Die Prostituierte jedoch war auf eine sogenannte Blüte vorbereitet, erzählte sie.

Von Diane Baatani

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