Sechs engagierte Bürger werden für ihren Einsatz mit Uelzens Ehrennadel ausgezeichnet

Aus Liebe für die gute Sache

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Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (re.) dankte den engagierten Bürgern für ihren Einsatz mit der Ehrennadel: (v. li.) Jürgen Köchlin, Angelika Weber, Annegret Kasten, Marianne Stöcks, Agatha Schneppner und Christoph Rosin.

Uelzen. Ehre, wem Ehre gebührt: Wenn sich Uelzens Geburtstag im Dezember jährt, zeichnet die Stadt traditionell Bürger aus, die sich mit ihrem selbstlosen Einsatz für Uelzen oder den Landkreis verdient gemacht haben.

So überreichte Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt in der letzten Ratssitzung sechs Ehrennadeln an:

• Angelika Weber: Als beispielhaft beschreibt der Bürgermeister den Einsatz der gelernten Bibliothekarin Angelika Weber im kulturellen Bereich. Mit ihren zahlreichen Publikationen, unter anderem der „Uelzen Biografie“, habe sie die Grundlage für die Erforschung von Uelzens Stadtgeschichte geliefert. Gemeinsam mit ihrem Mann arbeitet Angelika Weber, die seit Langem ehrenamtliche Bibliothekarin des Landwirtschaftsmuseums in Hösseringen sowie des Heimat- und Museumsvereins ist, an einem Ortsfamilienbuch – laut Jürgen Markwardt eine „echte Fleißaufgabe“.

• Agatha Schneppner: Die Kinder stehen für Agatha Schneppner immer an erster Stelle. Als Hausaufgabenbetreuerin begann sie 1996 ihre Mitarbeit beim Uelzener Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes, ein Jahr später war sie Mitglied des Vorstands, ab 2012 Vorsitzende. „Sie gab dem Kinderschutzbund ein neues Gesicht“, erklärte Uelzens Bürgermeister. In ihrer aktiven Zeit, die in diesem Jahr endete, setzte sich Agatha Schneppner dafür ein, den Verein finanziell abzusichern. Und so bat sie auch in ihres Dankesrede Uelzens Stadtrat darum, den Kinderschutzbund weiter zu unterstützen. Dieser bitte kam Uelzens Politik nach und gewährte dem Kinderschutzbund einen Zuschuss in Höhe von 8000 Euro.

• Annegret Kasten und Marianne Stöcks: Die ehrenamtliche Heimatpflege der Volkstanzgruppe ist laut dem Bürgermeister den Menschen oft gar nicht bewusst, aber nicht weniger wichtig. So ist es Annegret Kasten, seit 1993 erste Vorsitzende der Volkstanzgruppe, und Marianne Stöcks, seit 1982 Schatzmeisterin, zu verdanken, dass Uelzen jedes Jahr beim Landesfest Tag der Niedersachsen vertreten ist. Die Gruppe organisiert die Hansestage sowie die Trachtenfeste des Landestrachtenverbandes in Uelzen mit.

• Jürgen Köchlin: In den Postsportverein Uelzen – einer der mitgliederstärksten im ganzen Landkreis – steckt Jürgen Köchlin sein ganzes Herzblut. Seit 1985 Mitglied übernahm er 1987 die Spartenleitung der Tanzsportabteilung. Das Amt des ersten Vorsitzenden hat Jürgen Köchlin seit 2005 bis zu diesem Jahr mit Engagement und Leidenschaft ausgeübt. In Kooperation mit dem Turnverein hatte er sich dafür eingesetzt, dass der AZ-Abendlauf mit rund 2500 Teilnehmern weiter stattfinden kann. Zuvor war dieser vom Lauftreff Uelzen organisiert worden.

• Christoph Rosin: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand, der selbst kein behindertes Kind hat, für genau diese Kinder einsetzt“, sagte Jürgen Markwardt. Doch genau das macht Christoph Rosin, der in Uelzen eine Fußballmannschaft für die Bananenflankenliga aufgebaut hat – eine Liga für geistig behinderte Kinder und Jugendliche.

Der ehemalige Fußballer leitet das Training und hat seinen Spielern Fußballkleidung organisiert. Christoph Rosin wird unterstützt von Tim Meierhoff, der Löwenwaldschule und dem Post-Sportverein, auf dessen ehemaligen Tennisplatz ein umzäuntes Trainingsgelände für das Team Bananenflanke entstanden ist.

Von Sandra Hackenberg

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