Aber es wird im neuen Uelzener Kreistag keine Koalition der Großen geben

CDU und SPD liebäugeln

Sieben Parteien sind im neuen Uelzener Kreistag vertreten, der kommenden Dienstag erstmals zusammenkommt. Die AfD schaffte es auf Anhieb auf drei der 42 Sitze. Grafik: Landkreis Uelzen
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Sieben Parteien sind im neuen Uelzener Kreistag vertreten, der kommenden Dienstag erstmals zusammenkommt. Die AfD schaffte es auf Anhieb auf drei der 42 Sitze.
  • vonThomas Mitzlaff
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Uelzen/Landkreis. Ob wichtige Verkehrsprojekte wie der Bau der Autobahn 39 und der Beitritt des Landkreises Uelzen zum HVV, ob die millionenschweren Sanierungen der Schulen oder aber der Bau eines neuen Kreishauses – auf die Kommunalpolitiker im neuen Kreisparlament warten viele „dicke Brocken“.

Und so betonen die Vorsitzenden der beiden größten Fraktionen im neuen Kreistag im Vorfeld der konstituierenden Sitzung, dass man gerade bei den wichtigen Themen auf breite Mehrheiten setzt.

Gleich sieben Parteien sitzen im wichtigsten politischen Gremium des Kreises, das kommenden Dienstag, 1. November, um 16.30 Uhr erstmals im Gasthaus Spiller in Suderburg zusammenkommt. Und eines haben die beiden größten Fraktionen CDU und SPD bereits angekündigt: Sie werden keine formellen Koalitionen mit anderen Gruppierungen eingehen. Das schließe aber ein gemeinsames Handeln nicht aus, ganz im Gegenteil: „Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der SPD werden wir fortsetzen“, kündigt CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Hüdepohl an. Und sein sozialdemokratischer Kollege, Andreas Dobslaw, ergänzt: „Es war bislang guter Brauch, dass man mit allen gesprochen und sich an der Sache orientiert hat und das soll auch so bleiben“.

So haben sich Christ- und Sozialdemokraten im Vorfeld schon auf die Besetzung der Stellvertreter-Posten für Landrat Dr. Heiko Blume verständigt. So sollen der Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer (CDU) und Jürgen-Peter Hallier (SPD) gleichberechtigt dieses Amt ausfüllen. Hallier war schon in der laufenden Wahlperiode stellvertretender Landrat, Hillmer tritt die Nachfolge seines Parteikollegen Martin Oesterley an. „Das bietet sich an, da ich den Landkreis als Landtagsabgeordneter auch nach außen vertrete, warum soll ich es nicht auch nach innen tun“, sagt Hillmer, der so auch auf Synergieeffekte hofft.

Man werde niemanden bei der konstruktiven Arbeit zum Wohle des Landkreises ausschließen – das betonen die Fraktionsvorsitzenden der beiden großen Parteien unisono. Mit Spannung wartet man dabei auf das Verhalten der drei AfD-Abgeordneten, deren Partei erstmals in den Kreistag eingezogen ist.

Von Thomas Mitzlaff

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