Aber Uelzens Berufsbildende Schulen II bleiben Baustelle für Kreispolitik

Lichtblicke bei Lehrermangel

Uelzen/Landkreis. Es gibt Lichtblicke, was den Personalnotstand an der Georgsanstalt – Berufsbildende Schulen (BBS) II in Uelzen betrifft.

Wie berichtet, hatten Schüler wegen unbesetzter Lehrerstellen und langfristiger Erkrankungen im Kollegium die Sorge, durch den Unterrichtsausfall Prüfungen nicht zu bestehen. Sie demonstrierten. Die Kreispolitik hatte daraufhin die Schulaufsicht aufgefordert zu handeln. Nach Auskunft der Landesschulbehörde in Lüneburg sind nun die Besetzungsverfahren für zwei Koordinatorenstellen „nahezu abgeschlossen“. Außerdem ist nach der Versetzung von Annette Due die Stelle der Schulleitung im Schulverwaltungsblatt ausgeschrieben worden und soll zum 1. August wiederbesetzt werden.

Ungeachtet der Meldungen aus Lüneburg bleiben Fragen zur Situation an den Berufsbildenden Schulen II offen, die vom zweiten stellvertretenden Landrat, Jürgen Peter Hallier, gestellt worden waren. So vermag die Landesschulbehörde nicht benennen, wie viele Unterrichtsstunden wegen des Lehrermangels tatsächlich ausfallen. Daten zum Unterrichtsausfall würden nicht erfasst, sondern müssten mit erheblichem Aufwand anhand der Durchsicht der Klassenbücher ermittelt werden, erklärte die Schulbehörde gegenüber Uelzens Erstem Kreisrat Uwe Liestmann.

Eine direkte Beantwortung der Fragen von Hallier hatte die Behörde abgelehnt.

Eine gute Vertretung sei sichergestellt, teilte die Behörde Uwe Liestmann mit. Es gebe selbstorganisiertes Lernen, das von Lehrkräften der Nachbarklassen beaufsichtigt werde, und Stundenpläne würden so strukturiert, dass bei Ausfällen in einem Fach während eines Schulhalbjahres Stunden im nächsten Halbjahr nachgeholt würden. Sorgen, dass den rund 1000 Schülern wesentliche Inhalte nicht vermittelt werden, seien unbegründet.

Jürgen Peter Hallier macht deutlich, dass die Berufsbildenden Schulen II eine Baustelle bleiben, mit der sich die Kreispolitik noch weiter beschäftigen wird. Mit den Ausführungen der Landesschulbehörde gibt er sich nicht zufrieden. Dass Stunden nachgeholt werden, sei „absolut abwegig“, sagt Hallier gegenüber der AZ. „Von wem bei dem Ausfall?“, fragt er.

Von Norman Reuter

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