David McAllister hatte beim glanzvollen Finale des Weihnachtszaubers ein Geschenk für Bad Bevensen dabei

„Leuchtturm-Projekt für Niedersachsen“

David McAllister

Uelzen. Für diese Einstimmung auf Weihnachten hatte er sich eigens einen Tag vor Heiligabend auf den zweieinhalbstündigen Weg von seinem Heimatort Bad Bederkesa (Kreis Cuxhaven) nach Uelzen gemacht.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hatte gestern erstmals auch seine Familie mitgebracht, um gemeinsam das glanzvolle Finale des Uelzener Weihnachtszaubers zu erleben.

Mehrere tausend Menschen verfolgten die prachtvolle Zeremonie vor dem alten Rathaus. Als er in den Terminkalender seines Vorgängers Christian Wulff geschaut habe, hätte er sich immer gewundert, was dieser am 23. Dezember in Uelzen zu tun habe, hatte McAllister zuvor vor einer Runde aus Politik und Verwaltung im Uelzener Kreishaus schmunzelnd erzählt. Jetzt sei er aber begeistert von „diesem für Niedersachsen einzigartigen Sympathiefaktor“.

Während McAllister am Nachmittag in kleiner Runde über wichtige Projekte für den Kreis Uelzen sprach, drehten seine Töchter Jamie Elizabeth und Mia Louise nebenan auf der Eisbahn ihre Runden. Wichtigste Botschaft des Landesvaters: Die Landesregierung will sich an einer Machbarkeitsstudie für das millionenschwere Geothermieprojekt in Bad Bevensen beteiligen. „Dieses Vorhaben kann eine Leuchtturmfunktion für ganz Niedersachsen haben“, betonte der Ministerpräsident. Die Voraussetzungen für die Gewinnung von Energie aus Erdwärme sind nach Einschätzung von Experten in Bad Bevensen nahezu ideal. Das Projekt könnte einen wirtschaftlichen Durchbruch für die Stadt bedeuten (AZ berichtete).

Ein weiterer Themenschwerpunkt: der Verkehr auf Schiene und Straße. So betonten Uelzens Bürgermeister Otto Lukat und Landrat Heiko Blume die Bedeutung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) für die Metronom-Halte Uelzen, Bad Bevensen und Bienenbüttel. „In Hamburg arbeiten, im Kreis Uelzen günstig leben – das würden viele nutzen“, ist Lukat überzeugt. Er hege große Sympathie für einen HVV-Tarif, betonte McAllister. Aber das müsse bezahlt werden. Jetzt will man überlegen, wie die Gemeinden in die Finanzierung des Projektes mit eingebunden werden können. Nachdrücklich betonte der Ministerpräsident, dass die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg auf der Prioritätenliste des Landes ganz oben stehe: „Die Landesregierung setzt sich überall für die A 39 ein, diese Autobahn steht auch im Ahrensburger Programm der wichtigsten Verkehrsprojekte der norddeutschen Länder.“ Landrat Blume nutzte die Gelegenheit, nochmals nachdrücklich auf die Ortsumgehung für Kirchweyhe hinzuweisen.

Selbst auf dem „Programm“ hat McAllister derweil Uelzen auch auf seiner nächsten Sommertour – und natürlich auch wieder den Adventskalender am 23. Dezember 2012. Seite 4

Von Thomas Mitzlaff

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