Positives Signal für den Tourismus: Geschäftszone im Hundertwasser-Bahnhof wieder komplett

Letzter Leerstand wird gefüllt

Wer durch den Hundertwasser-Bahnhof geht, kann nun wieder in alle Räume hineinschnuppern. Ab kommenden Sonnabend werden dort wieder Blumen angeboten. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Zeit der Leerstände im Uelzener Hundertwasser-Bahnhof ist ab dem kommenden Wochenende vorbei.

In dem Raum gegenüber vom neuen Backshop wird ein Geschäft mit Geschenkartikeln und Blumen eröffnen – ganz zur Freude des Vereins Bahnhof 2000 Uelzen, der sich davon nach der Eröffnung des Restaurants ein weiteres positives Signal für den Tourismus in Uelzen erhofft. „Es freut mich sehr, dass es der Bahn gelungen ist, Leute zu finden, jetzt sind wir wieder komplett“, erklärt die Vereinsvorsitzende Ariane Schmäschke.

Seit Ostern habe wieder die Saison für den Hundertwasser-Tourismus begonnen. Da das Restaurant im Bahnhof anderthalb Jahre leer stand und zuvor unter dem Pächter des „Arte“ der Betrieb nicht einwandfrei lief, seien viele Busunternehmen abgesprungen. Die Zahlen der Touristen im Hundertwasser-Bahnhof sind nach Angaben Schmäschkes gesunken. Seit das „Lässig“ Ende 2011 eröffnet wurde, arbeitet der Verein daran, die Unternehmen wieder für den Bahnhof mehr zu interessieren. „Viele Busunternehmen buchen nicht, bevor sie das Restaurant ausprobiert haben. Das dauert noch eine Zeit“, berichtet sie. Aber dennoch: „Es läuft ja wieder ganz gut und es gibt positives Feedback.“ Es sei jetzt schon zu erkennen, dass die Passanten sich länger im Bahnhof aufhalten. „Und wenn jetzt endlich der kleine Laden auch aufmacht, dann ist alles wieder im Lack“, sagt die Vereinsvorsitzende.

Vor rund zehn Jahren war in dem Raum bereits eine Floristik untergebracht. Der Pächter des ehemaligen „Arte“-Restaurants hatte ihn in den vergangenen Jahren passiv als Ausstellungsraum genutzt. Seit mindestens anderthalb Jahren stand er nun leer. Vor allem sei positiv, dass die Inhaber auch aus der Region kommen, erklärt Schmäschke: Oliver Huchthausen wird das Geschäft unter dem Namen „natürlich“ mit Unterstützung seiner Frau Corinna führen. Dabei gehe es ihm darum, die Philosophie des Künstlers Friedensreich Hundertwasser aufzunehmen, indem ausschließlich Artikel aus „natürlichen Materialien“ angeboten werden. Touristen ebenso wie Einheimische möchte er mit Blumensträußen, Dekoration und Schmuck ansprechen. Der neue Inhaber hat sich gegen weitere Konkurrenten bei der Deutschen Bahn durchgesetzt. „Die anderen Bewerber kamen aus anderen Branchen“, informiert Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst. „Es gibt mehrere Aspekte, die wir bei so einer Vermietung anschauen, etwa die Qualifikation, das Angebot, die Wirtschaftlichkeit, auch langfristig gesehen, und den Branchenmix.“

Viele Kunden des Bahnhofs hätten immer wieder nach Blumen gefragt, informiert sie, „Brötchen, Zeitung, Blumen“ seien die Stichworte. „Das war ganz entscheidend, weil das offensichtlich der Kundenwunsch war. Wir sind sehr froh, dass wir die letzte Fläche eröffnen können“, so die Pressesprecherin.

Von Diane Baatani

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