Saison beginnt am 20. Juni

Leslie (21) ist das Weinmarkt-Gesicht

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Leslie Aliza Grosch will dem Weinmarkt ein Gesicht geben. Sie wird die 16-tägige Saison am 20. Juni eröffnen.

Uelzen. Zwei Kandidaten kamen zum Schluss in die engere Auswahl: Die Jury des Weinmarktes hat aus den Bewerbungen um den ersten Uelzener Weinkönig oder die erste Weinkönigin zwei Personen ausgewählt, die geeignet schienen für das Amt.

Einer der beiden warb mit einer eigenen Rebfläche. Die andere Bewerberin hatte „hochprofessionell“ Unterlagen eingereicht, wie Anne Börker, stellvertretende Vorsitzende des Weinmarktes, lobte. „Sie hat sich Gedanken gemacht und will es wirklich werden. “ Auch ihr Sohn Peter Börker befand bei der Jury-Sitzung, ebenso wie AZ-Anzeigenberater Hermann Ebeling, dass die Kandidatin sich besonders viel Mühe gegeben hatte. Und somit fiel die Entscheidung gemeinsam mit dem Vorsitzenden Ingo Schulte auf Leslie Aliza Grosch.

Die Uelzenerin ist 21 Jahre alt, hat am Lessing-Gymnasium ihr Abitur gemacht und studiert in Lüneburg Kulturwissenschaften. Der Brief über die Kür zur Weinkönigin hat sie kurz vor ihrem Urlaub erreicht. Erst auf dem Flughafen hat sie ihn geöffnet und sich darüber gefreut.

„Seit mehreren Jahren bin ich nun schon dabei, wenn es bei der Ratsweinhandlung heißt ,Der Weinmarkt ist eröffnet’“, erklärt sie. Die Studentin schenkt während des Weinmarktes den begehrten Rebensaft aus. „Für mich ist diese Zeit des Jahres immer faszinierend. Die Menschen sind an diesen Abenden auf dem Weinmarkt anders. Sie wirken ausgelassener, sind entspannter und einfach gut gelaunt.“ Und sie besticht in ihrem Bewerbungsschreiben die Jury durch ihre entwaffnende Ehrlichkeit: „Ich bin zwar keine Expertin auf dem Gebiet Wein, aber ich habe Freude und Interesse daran und würde mich auch gern näher damit beschäftigen“, räumt sie ein, „noch dazu liegt mir auch meine Heimatstadt Uelzen am Herzen.“

Die Weinkönigin darf am Freitag, 20. Juni, den 41. Weinmarkt am Ulenköper-Denkmal eröffnen. Und wer bei dem Anlass nicht selbst dabei sein kann, wird auch später noch Gelegenheit haben, die Majestät zu sehen. Auf ihrem Dienstplan ist der Eröffnungstag bereits eingetragen, verrät sie. „Ich finde, es gehört einfach in Uelzen auf den Weinmarkt eine eigene Weinkönigin“, erklärt Anne Börker. Die vorigen Majestäten, die über das Deutsche Weininstitut bestellt wurden, seien nur kurz vor Ort. Eine Uelzener Weinkönigin brauche nicht nur Statistin zu sein, sondern könne zum Weinmarkt dazu gehören. Das ist es auch, was sie angespornt hat, sich zu bewerben, erklärt Leslie Aliza Grosch.

Von Diane Baatani

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