Technische Probleme: Projekt von vier Landkreisen verzögert sich

Leitstellen-Verbund ab 2018

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Unter anderem Joachim Evers (im Vordergrund) und Detlef Goedicke kümmern sich in der Uelzener Leitstelle täglich um durchschnittlich 180 Notrufe und Auskunftsersuchen.

Uelzen/Landkreis. Vier Landkreise, ein Leitstellenverbund, über den alle Einsätze von Feuerwehren und Rettungswagen gesteuert werden.

Am geplanten Verbund wird seit Jahren von Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Gifhorn und Celle gearbeitet; an der Technik scheiterte bislang ein Start. In gut sechs Monaten, am 1. Januar 2018, soll der Verbund nun aber seine Arbeit aufnehmen. Das erklärt der Landkreis Uelzen auf An- frage.

Die Uelzener Leitstelle kümmert sich täglich durchschnittlich um 180 Notfälle und Auskunftsersuchen. Die Zahl hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Gleichzeitig sah sich nicht nur der hiesige Landkreis der Vorgabe von Krankenkassen ausgesetzt, die Leitstelle wirtschaftlicher zu betreiben. In der Uelzener Leitstelle sind zurzeit zwölf Mitarbeiter tätig. Mit dem Verbund lässt sich Personal einsparen und mehr Sicherheit gewährleisten – so zumindest das Ziel. Damit bei gleichzeitigem Eingang von Notrufen niemand warten muss, sind 24 Stunden mindestens zwei Disponenten in einer Leitstelle im Einsatz. Mit dem Verbund könnte dieser Grundsatz aufgebrochen werden. Über eine Überlauffunktion werden dann Anrufe auch an die drei Partnerleitstellen weitergeleitet.

Bei Notrufen kommt es auf Zeit an, Unklarheiten zum Einsatzort können Leben gefährden. Feuerwehren und Rettungskräfte müssen wissen, wo ihre Hilfe benötigt wird. Moderne Technik soll es ermöglichen, dass der Disponent in Celle ein Einsatz in Uelzen koordinieren kann – doch an der Technik haperte es bis jetzt. „Auftretende Schwierigkeiten insbesondere bei der technischen Realisierung haben viel Arbeitsaufwand und Zeit in Anspruch genommen“, so Uelzens Erster Kreisrat Uwe Liestmann. Anfang Juli sei aber das Kommunikations- und Vermittlungssystem, eines der wichtigen Teilbereiche des neuen Systems, abgenommen worden. Und der Landkreis Uelzen lässt wissen: Erste Testläufe des Verbundbetriebes haben auch bereits erfolgreich stattgefunden.

Von Norman Reuter

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