Herzog-Ernst-Gymnasium verabschiedet Vize-Schulleiter Dieter Schwerdtfeger

„Lehrer mit Haut und Haaren“

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Dieter Schwerdtfeger wurde nach 23 Jahren als stellvertretender Schulleiter des Herzog-Ernst-Gymnasiums in den Ruhestand verabschiedet.

Uelzen. „Ich gehe heute mit zwei lachenden Augen“, sagte Dieter Schwerdtfeger am Ende sichtlich bewegt. 23 Jahre war der Sport- und Mathematiklehrer als stellvertretender Schulleiter am Herzog-Ernst-Gymnasium (HEG) tätig, gestern wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Mit dem HEG verbindet Schwerdtfeger nicht nur seine Zeit als stellvertretender Schulleiter, schon seine Schulzeit bis zum Abitur verbrachte er dort. Am 3. 1962 sei er offiziell nach bestandener Prüfung für die fünfte Klasse zugelassen worden. Anders, als einer seiner Lehrer aus seiner Unterschrift herausliest, wird er nicht VW-Vorstand, sondern selbst Lehrer. „Ein Umstand, über den ich in Anbetracht der Ereignisse glücklich bin“, so der 65-Jährige. Nachdem 1976 ein erster Versuch, am HEG als Lehrer anzufangen, scheitert, unterrichtet er zunächst ab 1977 am Lessing-Gymnasium. 1993 fängt er dann am HEG an und hinterlässt seine Spuren.

„Er ist ein Überzeugungstäter und das Herzog-Ernst-Gymnasium seine Herzenssache“, sagte Schulleiterin Gabriele Diedrich über Schwerdtfeger. Er habe viele sichtbare Spuren hinterlassen – wie etwa die Nuance des Blautons an den Schildern der Außenfassade oder den Sportabzeichentag. Dabei habe er die Entwicklung der ihm anvertrauten Kinder nie aus den Augen verloren – „ein Lehrer mit Haut und Haaren“.

Er habe beschwingte letzte Tage erlebt, so Schwerdtfeger. Nur eins stoße ihm sauer auf, dass es die Landesschulbehörde nicht geschafft habe, innerhalb von eineinhalb Jahren seine Stelle zu besetzen. Jetzt werde er erstmal Krankenpfleger für seine Frau, seiner wichtigsten Ratgeberin, die am Knie operiert werden muss. Und dann wolle er noch etwas nachholen, was er zwar hunderten Schülern beigebracht habe, aber nie sich selbst. „Es wird Zeit, dass ich das Kraulen lerne“, so der Suderburger.

Von Lars Lohmann

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