Jahrelang drang Feuchtigkeit in die Mauern ein

LeG-Gebäude: Grundsanierung für 250 000 Euro

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Die Unterrichtsräume im Kellergeschoss des naturwissenschaftlichen Anbaus wurden völlig entkernt und werden nun grundsaniert. Über Jahre war Feuchtigkeit in die Mauern gezogen.

Uelzen. Die Unterrichtsräume wurden völlig entkernt. Wo Werkbänke und Tische für Computer standen, sind derzeit nur nackte Wände und Böden zu erblicken.

Das Kellergeschoss vom naturwissenschaftlichen Anbau des Lessing-Gymnasiums in Uelzen wird derzeit wegen Feuchtigkeitsschäden grundsaniert. Erwartete Kosten für Abdichtungs- und Ausbauarbeiten: rund 250 000 Euro.

Das Gebäude, Ende der 1970er Jahre erbaut, wurde unabgedichtet errichtet. Wie der Landkreis Uelzen auf Anfrage informiert, würde aus den Baugutachten hervorgehen, dass der Grundwasserstand beim Errichten einen Meter unterhalb der Gründungssohle gelegen habe. Daher sei auf spezielle Abdichtungsmaßnahmen verzichtet worden. Über Jahre, so weiß der Kreis mittlerweile aus aktuellen Untersuchungen im Zusammenhang mit der Sanierung, muss Feuchtigkeit in die Mauern des Gebäudes eingedrungen sein. Ein dicht verlegtes Drainagenetz, das wohl zur Nähe zur Ilmenau eingelassen wurde, hat dabei größere Schäden verhindert.

Das Kellergeschoss war trotz allem schließlich nicht mehr zu nutzen, wie Schulleiter Sven Kablau schildert. Untergebracht waren auf der Etage Informatik- und Handwerksräume. Sie würden wieder benötigt, angesichts der Schülerzahlen. Ab dem Herbst werde das Lessing-Gymnasium sechs fünfte Klassen haben. Zudem: Die Landesregierung hat die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren beschlossen.

Bei der Grundsanierung wurden jetzt die vorhandenen Drainageleitungen durchgespült und auch die Pumpen für die Drainagesysteme tiefer gesetzt, um so das Wasser vom Gebäude fernzuhalten. In Verbindung mit einem Abkleben der Gebäudegründung, an den Wänden seitwärts hochgeführt, soll eine „größtmögliche Sicherheit in Bezug auf drückendes Wasser erreicht werden“, so der Landkreis. Für diese Arbeiten sei mit Kosten von 180 000 Euro zu rechnen. 70 000 Euro würden für den Ausbau der Kellerräume und des Flurs verwendet.

Von Norman Reuter

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