Viele Schüler bleiben zu Hause / Einkäufe noch vor Lockdown

Leere Schulräume, volle Läden im Kreis Uelzen

Gestern in Uelzen: Menschenschlange vor der Drogerie „Müller“.
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Gestern in Uelzen: Menschenschlange vor der Drogerie „Müller“.
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  • Lars Becker
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  • Norman Reuter
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  • Gerhard Sternitzke
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Uelzen/Bad Bevensen – Die Telefone stehen gestern Morgen nicht still in den Schulen im Landkreis Uelzen. Viele Eltern melden ihre Sprösslinge per Anruf oder Mail ab. So zählt das Lessing-Gymnasium Uelzen 360 abgemeldete Schüler.

Die KGS Bad Bevensen geht davon aus, dass die Hälfte der 1800 Schüler nicht gekommen ist. An der Oberschule Ebstorf waren drei Viertel der Kinder und Jugendlichen erschienen.

Die Beschlüsse zum Corona-Infektionsschutz schlagen in den Schulen durch: Die Präsenzpflicht ist aufgehoben. „Wir haben teilweise Klassen, die in voller Stärke gekommen sind, in anderen Klassen ist kaum einer da“, berichtet für die KGS der kommissarische Schulleiter Jens Wieckhorst. Er spricht von einem organisatorischen Chaos. „Die Mitarbeiter im Sekretariat haben gar nicht genug Ohren und Arme, um die Anrufe entgegenzunehmen. Das ist ein einziges Drunter und Drüber“, so Wieckhorst.

Ab Mittwoch haben Einzelhändler auch wieder ihre Läden zu schließen, wenn sie keine Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen. Auf die Schnelle besorgen gestern noch Menschen in Uelzen Weihnachtsgeschenke, wie sie der AZ berichten. Die Uelzener Innenstadt-Straßen sind deshalb stärker bevölkert als sonst. Vor Drogerien und Ladenlokalen bilden sich Schlangen. Nur schwer ist ein Parkplatz zu bekommen.

Stadtsprecherin Ute Krüger erklärt, dass Kräfte des Ordnungsamtes einen verstärkten Blick auf die Situation in der Innenstadt hätten. Derweil nutzen Uelzener Einzelhändler bis Mittwoch noch die Chance, ihre Öffnungszeiten zu verlängern, damit Besucherströme entzerrt werden. Das Stadtmarketing berichtet von einer entsprechenden Teilnahme. Auch in Bienenbüttel wird davon Gebrauch gemacht, wie Björn Pamperin, Sprecher der Wirtschafts- und Tourismus-Gemeinschaft, gestern Nachmittag berichtet.

Rolf Behn, Vorsitzender des Vereins Bad Bevensen Wirtschaft und Tourismus, ist gestern Nachmittag durch den Kurort und viele Geschäfte gegangen. „Ja, es war sicherlich etwas mehr los als sonst, auch in den Fachgeschäften. Aber von einem richtig großen Run auf die Läden kann ich nicht sprechen“, sagt er für die Kurstadt Bad Bevensen. Besonders voll seien dagegen die Parkplätze aus seiner Wahrnehmung heraus bei den Lebensmittlern gewesen, obwohl die ja geöffnet bleiben – „schon erstaunlich bis nicht nachvollziehbar“, so Behn.

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