20 Uelzener Landwirte beteiligen sich am Schutz des Ortolan – Flächen werden erweitert

Lebenswichtige Randstreifen

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Ackerrandstreifen und Restflächen sind für Landwirte oftmals von untergeordneter Bedeutung, für die Tiere wie den Ortolan (kleines Bild) und deren Fortpflanzung jedoch wichtig. Foto: Wellmann

tm Uelzen/Landkreis. Seine Bestände sind seit langem gefährdet, europaweit gilt er als gefährdet: Den Lebensraum für den Ortolan zu verbessern, ist deshalb Ziel der Fördermaßnahme „Vogel- und sonstige Tierarten der Feldflur“, die vom Niedersächsischen Umweltministerium und der EU gefördert wird.

Heute, Montag, gibt es dazu eine Informationsveranstaltung des Landkreises.

„Im Landkreis Uelzen werden aktuell über 180 Hektar Ackerrandstreifen vertraglich für fünf Jahre im Rahmen der Fördermaßnahme extensiv bewirtschaftet“, erklärt der Leiter des Umweltamtes Alexander Krüger. „Etwa 20 Landwirte beteiligen sich im Landkreis freiwillig an dem Programm. Das ist ein großer Erfolg und von Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Landschaft“, so Krüger.

Die Randstreifen dürfen weder gespritzt, beregnet und gedüngt werden. Dadurch entwickelt sich das Getreide lückiger und Wildkräuter können wachsen. Die Folge ist ein deutlich höherer Insektenreichtum und damit eine verbesserte Nahrungsgrundlage für die Feldvögel.

Von Bedeutung ist außerdem die Bewirtschaftungsruhe in der Brutzeit zum Schutz der Bodennester. Insbesondere Randstreifen entlang von Baumreihen und Waldrändern oder unproduktive Restflächen sind für die Arten von besonderem Wert und gleichzeitig für die Landwirtschaft oft von untergeordneter Bedeutung. Auch weitere Tierarten wie Rebhuhn, Feldlerche, Schafstelze und Feldhase profitieren von dieser Maßnahme.

Die Förderkulisse wurde erneut um Flächen erweitert, die für den Schutz insbesondere von Ortolan und Haubenlerche von Bedeutung sind. Die in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Haubenlerche kommt noch bei Ebstorf vor. Ihr Lebensraum soll möglichst durch die Fördermaßnahme verbessert werden. Voraussetzung ist die Teilnahme von Flächenbewirtschaftern an der Fördermaßnahme.

Die Informations-Veranstaltung zum Ackerrandstreifenprogramm beginnt heute, Montag, um 10 Uhr in Raum 102 des Landkreises.

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